Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt die Steiermärkische Sparkasse mit ihrer Jahresbilanz 2019. Mit einem Periodenergebnis nach Steuern von 197 Millionen Euro wurde das Vorjahresergebnis ebenso deutlich übertroffen wie das budgetierte Ergebnis

„Überdurchschnittliche Ergebnisse lieferten sowohl das Kommerzkunden- als auch das Privatkundengeschäft im Inland. Auch die Ergebnisse unserer Tochterbanken am Westbalkan waren deutlich über Plan“, betont Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse. „Die unternehmerischen Schwerpunkte liegen weiterhin im Bereich Neukundengewinnung, einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Einlagen und Ausleihungen sowie im qualitativen und nachhaltigen Wachstum.“ Durch den Ankauf von 91,57 % Anteilen an der Ohridska Banka in Nordmazedonien ist es gelungen, dass die Steiermärkische Sparkasse ihren Marktanteil in Nordmazedonien erheblich ausweiten konnte und dort nunmehr die viertgrößte Bankengruppe ist.

Periodenergebnis nach Steuern 197 Millionen Euro

Das Periodenergebnis nach Steuern 2019 lag bei 197 Millionen Euro. Die erfreulichen Wachstumsraten im Kundengeschäft und die sehr gute Risikosituation im gesamten Konzern trugen erheblich zu diesem Ergebnis bei. Alle Bankbeteiligungen am Westbalkan haben ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet. Die Bilanzsumme des Konzerns ist auf 17,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Steiermärkische Sparkasse als Konzernmutter stellt mit einer Bilanzsumme von 14,4 Milliarden Euro, wie in den Vorjahren, den überwiegenden Anteil an der Konzernbilanzsumme dar. Die positive Ergebnisentwicklung des Steiermärkische Sparkasse-Konzerns mit einem Betriebsergebnis von 230 Millionen Euro basiert auf dem auch im Jahr 2019 fortgesetzten Wachstum im Kundengeschäft und auf stabilen Kosten. Die Kernkapitalquote im Konzern konnte 2019 weiter auf 18,5 % gesteigert werden, die Eigenmittelquote betrug 20,3 %. Damit liegt die Steiermärkische Sparkasse auch im internationalen Vergleich auf sehr hohem Niveau. Das Konzerneigenkapital betrug 1,8 Milliarden Euro mit Ende 2019 und konnte gegenüber 2018 weiter gesteigert werden.

Ausgezeichneter Neukundenzuwachs

Im Jahr 2019 betreute der Steiermärkische Sparkasse-Konzern 795.273 Kunden im In- und Ausland als verlässlicher und stabiler Partner. Mehr als 70.000 Neukunden konnten 2019 gewonnen werden. Die Steiermärkische Sparkasse betreut gemeinsam mit der Erste Bank in den Ländern Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Serbien, Montenegro, Slowenien und in der Steiermark insgesamt 2,6 Millionen Kunden.

Risikosituation weiterhin stabil

Die äußerst stabile Risikosituation zeigte sich auch im Jahr 2019. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten positive Risikokosten in der Höhe von rund 17,7 Millionen Euro auf Grund hoher Auflösungen verbucht werden, womit die Steiermärkische Sparkasse im Vergleich zu ihren Mitbewerbern sehr gut liegt. Die NPE-Quote (Non Performing Exposure: prozentueller Anteil des notleidenden Exposure am gesamten Kreditexposure) konnte von 2,2 % auf nunmehr 1,8 % des Portfolios gesenkt werden. Die Risikovorsorgen und die vorhandenen Sicherheiten decken über 120,5 % des Volumens der ausgefallenen Kredite. Diese Ergebnisse unterstreichen abermals die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems im Steiermärkische Sparkasse-Konzern. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns war wie im Vorjahr auch im Jahr 2019 in mehr als ausreichendem Maße gegeben.

Inland: Über 6 Milliarden Euro Kommerzfinanzierungen – Wachstum 5,2 %

Im Kommerzgeschäft kann die Steiermärkische Sparkassen wieder auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. Obwohl sich der Konjunkturaufschwung 2019 nur abgeschwächt fortgesetzt hat, gelang es 2019 bei der Neuzuzählung von Investitionsfinanzierungen das Vorjahresergebnis nochmals zu übertreffen und die 1 Milliarde Euro-Grenze deutlich zu überschreiten. Damit konnte der Bestand an kommerziellen Finanzierungen mit einem Wachstum von 5,2 % auf mittlerweile 6,3 Milliarden Euro erhöht werden.

Das Neugeschäft in der Höhe von 1.165 Millionen Euro an Investitionsfinanzierungen unterstreicht nicht nur das Vertrauen und die Investitionsfreude der heimischen Wirtschaft sondern auch die Bereitschaft der Steiermärkischen Sparkasse, Investitionskredite ausreichend zur Verfügung zu stellen. 586 Millionen Euro und damit erstmals mehr als die Hälfte entfielen im Neugeschäft auf KMU Finanzierungen, die damit ein wesentlicher Wachstumstreiber in diesem Jahr waren. In der Beratung wurde dabei ein besonderer Stellenwert auf die Außenhandelsberatung der Firmenkunden gelegt, und das Volumen der Exportfinanzierungen konnte deutlich gesteigert werden. In diesem Zusammenhang wurden für exportierende Unternehmen Förderansuchen von 124 Millionen Euro (+63 %) beantragt. Auch das Leasinggeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Neugeschäftsvolumen bei KFZ- und Mobilienleasing von 95 Millionen Euro (+5,3 %) außerordentlich gut.

Im Immobiliengeschäft konnte die Steiermärkische Sparkasse ihre Kompetenz weiter ausbauen und mit einem Finanzierungsvolumen von 558 Millionen Euro die weiterhin ungebrochene Nachfrage nach Vorsorgewohnungen, Bauherrenmodellen, Mietzinshäusern und Gewerbeobjekten bedienen. Die Steiermärkische Sparkasse betreut rund 25.000 Firmenkunden, d.h. jedes zweite KMU steht in einer aktiven Geschäftsbeziehung zur Steiermärkischen Sparkasse. Erfreulicherweise konnten im vergangenen Jahr über 1.700 neue Kommerzkunden gewonnen werden. Das äußerst erfolgreiche Geschäftsjahr im Geschäftsfeld Kommerz wird durch den Blick auf das Gesamtergebnis der Steiermärkischen Sparkasse eindrucksvoll dokumentiert. Der Anteil am Periodenergebnis betrug 62 Millionen Euro bzw. 32 %.

Inland: Steigerung im Privatkundengeschäft

Die Steiermärkische Sparkasse konnte bei privaten Finanzierungen ein Neufinanzierungsvolumen von 575 Millionen Euro und damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Millionen Euro verzeichnen. Seit der Einführung des Klick-Kredits steht sowohl unseren Kunden als auch Nichtkunden der digitale Zugang zu einer Konsumfinanzierung einfach und rasch jederzeit zur Verfügung. Die Spareinlagen im Konzern entwickelten sich auch im Jahr 2019 sehr positiv und stiegen um 250 Millionen Euro auf rund 6,75 Milliarden Euro. Sie sind trotz niedriger Zinsen weiterhin sehr beliebt und stehen für hohe Sicherheit und rasche Verfügbarkeit.

Südosteuropa: Auslandsergebnis mit 42,5 % Ergebnisbeitrag

Die Auslandsbeteiligungen haben im vergangenen Geschäftsjahr ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen können, und trugen mit 42,5 % Ergebnisbeitrag zum Periodenergebnis bei. Dies ist das beste Ergebnis, das bisher am Westbalkan erzielt werden konnte. Aufgrund der positiven Risikoentwicklung, des guten Geschäftsverlaufs der Beteiligungen und des Zukaufs der Ohridska Banka in Nordmazedonien konnte dieser Ergebnisbeitrag erreicht werden.

 

Im Bild oben: Der Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse mit Georg Bucher, dem Vorstandsvorsitzenden Gerhard Fabisch, Walburga Seidl und Oliver Kröpfl (v. l.).

FOTO: Werner Krug