Zufriedenstellend fällt die vorläufige Bilanz der Volksbank Steiermark für das Jahr 2019 aus. „Hausbank sein heißt jetzt, noch mehr für unsere Kunden da zu sein“, betont GD Regina Ovesny-Straka.

Die vorläufigen Ziffern zur Bilanz und zur G+V 2019 der Volksbank Steiermark AG stellen sich wie folgt dar: Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zu 2018 um 3,1% und betrug zum 31. Dezember 2019 2,8 Milliarden Euro. Bei der Kreditvergabe setzte die Volksbank Steiermark weiterhin auf ein qualitatives Wachstum. So konnte das Aktivvolumen gegenüber 2018 um rund 2,7% gesteigert werden. Der eingeschlagene Weg, Non-Performing-Loans weiter abzubauen, wurde dabei konsequent verfolgt.

Im Einlagengeschäft (Primäreinlagen und Wertpapierbestände Kunden) konnten Zuwächse von rund 3% verzeichnet werden. Dies vor allem aufgrund der steigenden Nachfrage von Privatanlegern, in Fonds unseres Kooperationspartners Union Investment zu veranlagen. Hier setzt sich vor allem der „Fonds-Sparplan“ als das neue Sparbuch durch. Online Sparprodukte liegen im Trend und lösen klassische Sparbucheinlagen nach und nach ab.

Der Nettozinsertrag verringerte sich um rund 0,7% gegenüber 2018, dies als Folge der sinkenden Entwicklung des Zinsniveaus. Die Bank verzeichnete beim Provisionssaldo annähernd eine Seitwärtsbewegung und kam mit nur 1% unter dem Vorjahreswert zu liegen. Dies bedingt durch einen schwachen Rückgang beim Provisionssaldo im Zahlungsverkehr und Kreditgeschäft. Erfreulich war, dass der Provisionssaldo im Wertpapiergeschäft gegenüber dem Vorjahr um rund 10% ausgebaut werden konnte. Hier waren das wachsende Kundeninteresse und das Potential am steirischen Markt spürbar.

Die Volksbank investierte 2019 verstärkt in Digitalisierung und moderne Technologie, um Kundenbedürfnissen noch besser gerecht zu werden und ein funktionierendes, modernes Netz an Geschäftsstellen und Arbeitsplätzen bieten zu können. Als Volksbankenverbund bemühen wir uns seit zwei Jahren, administrative Tätigkeiten in Kompetenzzentren zu bündeln. Dieses Projekt erfordert zuerst Investitionen, erst nach einiger Zeit ergeben sich die Kosteneinsparungen durch Effizienzsteigerung. Diese Investitionen haben sich auch auf die Kostenstruktur der Volksbank Steiermark ausgewirkt. Durch das konsequente Kostenmanagement gelang es der Bank, den Betriebsaufwand 2019 um rd. 10,4% gegenüber dem Vorjahr zu reduzieren. Der Personalaufwand sank dabei um rund 6,4%.

Erfreulich ist auch die deutliche Verbesserung der Cost-Income Ratio von 84,8% auf 77,7%. Besonders stolz ist die Bank, dass sie 2019 das operative Betriebsergebnis um rund 43% auf 17,5 Mio. Euro steigern konnte. Die anrechenbaren Eigenmittel betragen zum 31.12.2019 rund 191,9 Mio. Euro, die Eigenmittelausstattung liegt somit bei rund 12%. Hiervon beträgt das Kernkapital rund 181,1 Mio. Euro, dieses konnte um rund 9,5 Mio. Euro gesteigert werden.

Mehr Zeit für Beratungsgespräche

Im Mai 2019 stellte die Volksbank ihr Vertriebsmodell in der gesamten Steiermark um. Die Bank setzt damit das spezialisierte Know-how ihrer Berater optimiert auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse ein, unterstützt von einem regionalen Spezialisten-Netzwerk. Erweiterte Beratungszeiten, mobile Kundenberater und ein Leistungsversprechen bieten Kunden bestmögliche Flexibilität. Für die Abwicklung täglicher Bankgeschäfte, Services und Terminvereinbarungen spart ein Kundenservice-Center unseren Kunden zusätzlich Zeit und Weg. Im Zuge dieser Umstellung legte die Bank sechs Volksbank Filialen mit naheliegenden Geschäftsstellen zusammen.

„Hausbank sein heißt jetzt, noch mehr für unsere Kunden da zu sein“

Die aktuelle Covid-19 Krise zeigt, dass der Weg – Kundenberatungen in den Mittelpunkt zu stellen und Online Services zu forcieren – absolut richtig ist. Die Volksbank Steiermark ist derzeit sehr gefordert, ihren Kunden rasche und unkomplizierte Unterstützung für deren aktuelle Bedürfnisse anzubieten. Sowohl die Mitarbeiter in den Filialen als auch in der Zentrale arbeiten hier unermüdlich an Lösungsmöglichkeiten.

„Besonders stolz sind wir“, so GD Regina Ovesny-Straka, „dass uns unsere Kunden großes Vertrauen entgegenbringen und uns als Hausbank und Partner auch in anspruchsvollen Zeiten wahrnehmen.“ Dazu hat die Bank die bereits im Vorjahr angebotenen Produkt- und Serviceaufträge im Online-Banking in den letzten Wochen auf insgesamt 20 ausgebaut. Nunmehr können auch Telefonvereinbarungen, Stundungen und Einkaufsrahmen schnell und einfach online abgewickelt bzw. beantragt werden. Die von der Volksbank angebotenen Videoberatungen sind derzeit bei Volksbankkunden deutlich stärker nachgefragt.

Seit Beginn der Krise hat die Bank über 1.000 Stundungen bewilligt. Das ist weitaus mehr als in einem „normalen“ Monat üblich und wird so bald auch nicht abreißen. Um die Gesetzesbeschlüsse umzusetzen mussten interne Prozesse und Anforderungen rasch vereinfacht und beschleunigt werden. Kleinstunternehmen nutzen aktuell vorrangig den Härtefonds über die Wirtschaftskammer bzw. wie auch Privatkunden das gesetzliche Schuldenmoratorium. Fast fertig sind mittlerweile auch die Spielregeln für die Garantien und Überbrückungskredite über ÖHT, aws und OeKB, nachdem nun die Gründung der Covid-19 Finanzierungsagentur (COFAG) erfolgt ist.

Die Richtlinien ändern sich teilweise sehr schnell, was in einer derartigen Krisensituation nicht ungewöhnlich ist. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung über alle verfügbaren Kommunikationskanäle – hier nehmen die Medien eine wichtige Rolle ein – richtig aufzuklären.

Die Volksbank Steiermark nimmt die Sorgen ihrer Unternehmer, ihrer Privatkunden und ihrer Mitarbeiter sehr ernst. Das gilt für die fachliche und organisatorische Hilfestellung gleichermaßen wie für sämtliche Gesundheitsvorkehrungen zum Schutze aller Beteiligten.

Im Bild oben: Volksbank-Steiermark-Vorstandsvorsitzende GD Regina Ovesny-Straka (l.) und Vorstandsvorsitzende-Stellvertreterin Monika Cisar-Leibetseder

FOTO: Volksbank Steiermark