Das neue Präsidium der IV-Steiermark mit Stefan Stolitzka an der Spitze präsentiert seine Schwerpunkte und sieht Digitalisierung sowie Investition in Produktion, Innovation und Bildung als zentrale Stellhebel, um den Wandel in der Steiermark erfolgreich zu gestalten. Wesentliche Forderung: „Wir müssen den ,Green Deal‘ zum ,Green Manufacturing Deal‘ machen!“

 

Das soeben vom Landesvorstand der IV-Steiermark gewählte Präsidium setzt seine Schwerpunkte für die Funktionsperiode 2020-2024 in den Bereichen Digitalisierung und Investition. Zentral und vor allem drängend ist für das Team aus Eigentümervertretern und Managern rund um den neuen IV-Steiermark-Präsidenten Stefan Stolitzka die erfolgreiche Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, in deren Fokus die ersten Monate der Funktionsperiode stehen werden. Mittel- und langfristig gilt es, den bestmöglichen Rahmen für den Wandel von Technologien und Industrien sicherzustellen.

IV-Steiermark Präsident Stefan Stolitzka sieht die Industrie in der Steiermark zwar „bestens aufgestellt, innovativ und in hohem Maße anpassungsfähig“, dennoch dürfe man sich angesichts des gigantischen Ausmaßes der Corona-Krise nichts vormachen: „Die Innovationskraft alleine wird nicht für eine rasche Erholung ausreichen. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die uns auch die Entwicklung pionierhafter Geschäftsmodelle ermöglichen“, so Stolitzka. Und er mahnt ein, dafür zu sorgen, dass Investments der öffentlichen Hand im Sinne der nachhaltigen ökonomischen Effektivität an den richtigen Stellen gesetzt werden.

Investition in Produktion, Innovation und Bildung
Rasche, umfassende und insbesondere zielgerichtete Maßnahmen zur Digitalisierung sowie Investitionen sind die Basis für einen zukunftsfähigen Industriestandort und Lebensraum Steiermark. Wobei die Investitionen auf Produktion, Innovation und Bildung abzielen sollen, wie die Mitglieder des neuen IV-Steiermark Präsidiums Nina Pildner-Steinburg, Franz Kainersdorfer, Franz Mayr-Melnhof-Saurau und Stefan Stolitzka betonen.

Investitionen tragen auch zum Weg aus der aktuellen Krisensituation bei: Das Vorziehen öffentlicher Investitionen wird seitens IV-Steiermark begrüßt. Gleichzeitig wird auf den hohen Stellenwert von Industrie-Investitionstätigkeit verwiesen, die durch öffentliche Ausgaben nicht zu ersetzen ist. IV-Steiermark Präsident Stolitzka dazu: „Die Industrie ist Motor für den Standort Steiermark. Mit ihren Investitionen spricht sie sich klar für den Standort aus und belebt ihn. Grundlage dafür sind investitionsfreundliche und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen. Sie entscheiden darüber, wo wir investieren.“

„Green Deal“ zum „Green Manufacturing Deal“ machen
Ergänzend zu den beiden Eckpfeilern Digitalisierung und Investitionen nimmt das Team den europäischen Green Deal ins Visier. Diesen gilt es im Sinne der Steiermark basierend auf Effizienz und Zukunftstechnologien auszugestalten und als Chance zu verstehen – der Deal muss die Industrie in der Steiermark fördern und nicht den ökologischen Hebel heimischer Betriebe behindern. „Was wir in der Steiermark und in Österreich brauchen, sind international faire und vergleichbare Rahmenbedingungen für Unternehmen, die für ihre Wertschöpfung einen hohen Energieeinsatz aufbringen müssen,“ betont Vizepräsident Franz Kainersdorfer.

Vizepräsident Franz Mayr-Melnhof-Saurau sieht in den Themen Umwelt- und Klimaschutz wesentlichen Anliegen aller Steirerinnen und Steirer wie auch der steirischen Industrie. Selbiges gilt für Beschäftigung und Wohlstand. In allen Fällen sind erfolgversprechende Wege gemeinsam mit der Industrie zu suchen. „Umweltschutz und Wohlstand in Einklang zu bringen ist kein Widerspruch. Die Antwort heißt Technologie. Die Antwort heißt Industrie“, betont Mayr-Melnhof-Saurau.

Vizepräsidentin Nina Pildner-Steinburg spricht sich für die rasche Umsetzung der im steirischen Regierungsprogramm angekündigten Maßnahmen im Bereich Arbeit und Bildung aus. Insbesondere der Ausbau des internationalen Schulangebots in der Steiermark und der systematische inhaltliche Abgleich von Angebot und Nachfrage im Aus- und Weiterbildungsbereich sind ihr ein Anliegen. „Gerade in Zeiten wie diesen müssen alle, die sich mit Arbeitsmarktpolitik und Bildungspolitik beschäftigen, ihr Ohr nahe an den Betrieben haben. Heute schon erkennbare Zukunftstechnologien und mit ihnen Zukunftskompetenzen sollen im Mittelpunkt von Qualifizierungsmaßnahmen stehen“, so Pildner-Steinburg.

Programm der Landesregierung hat auch mit Corona Gültigkeit
Aus Sicht der IV-Steiermark gilt es, am aktuellen Regierungsprogramm der steirischen Landesregierung festzuhalten. Eine Analyse der geplanten Vorhaben zeigt, dass es auch weiterhin bestens geeignet ist, Grundlage für einen steirischen Erfolgsweg zu sein. Aufrecht bleibt auch die zu Jahresbeginn ausgesprochene Forderung seitens der IV-Steiermark, das Jahr der Umsetzung – wenn auch zeitlich verzögert – einzuläuten. „Die im Regierungsprogramm angesprochenen Themen und Maßnahmen haben allesamt auch während und nach der Corona-Pandemie ihre Gültigkeit behalten. Was sich geändert hat ist, dass wir ungleich schneller in der Umsetzung werden und noch wirkungsorientierter und fokussierter agieren müssen“, so Stolitzka.

Das neue Präsidium der IV-Steiermark

Präsident Prof. DI Stefan Stolitzka, legero united Ges.m.b.H

Vizepräsident Dr. Franz Kainersdorfer, voestalpine AG und voestalpine Metal Engineering GmbH

Vizepräsident Franz Mayr-Melnhof-Saurau, F. Mayr-Melnhof-Saurau Industrie Holding GmbH

Vizepräsidentin Mag. Nina Pildner-Steinburg, GAW technologies GmbH

Foto: Marija Kanizaj