Eine Frau steht lächelnd in einem modernen, hellen Büro mit einem Schreibtisch, einem Computer, Pflanzen und gerahmten Kunstwerken an den Wänden.
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„Effizient, digital und menschlich“

Starke Verwaltung, starker Standort: In unserer Serie holt „SPIRIT of Styria“ Repräsentant:innen der Verwaltung in Stadt und Land vor den Vorhang und gibt Einblick in den Spirit der steirischen Verwaltung. Diesmal: Elisabeth Kladiva, Bezirkshauptfrau in Voitsberg

Die wichtigste(n) Aufgabe(n) einer Bezirkshauptmannschaft:

Die Bezirkshauptmannschaft ist die Verwaltungsbehörde 1. Instanz. Wir sind die erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger in unserer Region. Die Aufgaben sind sehr vielfältig – unter anderem vollziehen wir Bundes- und Landesgesetze in den Bereichen Gewerbe, Wasser, Naturschutz, Forst, Soziales, Sanität sowie Veterinär, aber auch Bereiche der Sicherheit und des Aufenthalts sowie des Verkehrsrechtes fallen in unsere Zuständigkeit. Klingt abstrakt, ist es aber gar nicht. Von der Ausstellung des Reisepasses oder des Führerscheins über die Bewilligung einer Betriebsanlage zur Grippeimpfung – unsere Leistungen sind sehr unterschiedlich.

Meine zentrale Aufgabe als Leiterin:

Führung geben, Orientierung schaffen und Rahmenbedingungen setzen, damit Verwaltung effizient, menschlich und zukunftsorientiert arbeiten kann.

Was mir an meinem Job besonders gefällt:

Der direkte Kontakt mit Menschen und die Vielfalt an Themen, die den Bezirk konkret betreffen. Zudem ist es eine große Ehre, in meinem Heimatbezirk tätig zu sein und seine Entwicklung mitzuerleben bzw. mit meinem Team zu einem Teil auch mitzugestalten.

Eine Frau steht lächelnd in einem modernen, hellen Büro mit einem Schreibtisch, einem Computer, Pflanzen und gerahmten Kunstwerken an den Wänden.
Elisabeth Kladiva in ihrem Büro in der Bezirkshauptmannschaft Voitsberg

Wie viel Gestaltung darf Verwaltung?

Soviel wie möglich innerhalb des gesetzlichen Rahmens – verantwortungsvoll, lösungsorientiert und bürgernah. Nur gemeinsam können gute Lösungen im Sinne unseres Rechtsstaates gefunden werden. Dazu bedarf es einer Politik mit Augenmaß und einer Verwaltung, die Entwicklungen ermöglicht.

Die aktuell größte Herausforderung für meine Organisation:

Digitalisierung in unseren Arbeitsalltag zu integrieren, ohne dabei Qualität, Menschlichkeit und Wissenstransfer zu verlieren.

Ist Vorschrift immer Vorschrift?

Als Leiterin einer Behörde kann ich hier nur Ja sagen. Auch wenn wir es immer mit zutiefst menschlichen Anliegen zu tun haben.

Von meinen Mitarbeitern erwarte ich:

Dasselbe, das ich von mir erwarte: Fachkompetenz, Offenheit für Veränderung, Verantwortungsbewusstsein sowie einen respektvollen Umgang miteinander und mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Region.

ZUR PERSON

Elisabeth Kladiva

  • Geboren: 1984 in Voitsberg
  • Ausbildung: Karl-Franzens-Universität Graz, Juristin
  • Werdegang: nach Abschluss des Studiums Einstieg in die Privatwirtschaft, 2015 Wechsel in den Landesdienst, ab 2018 Referatsleiterin in der Abteilung 13 Umwelt und Raumordnung, seit 2024 Bezirkshauptfrau in Voitsberg

Digitalisierung in der Verwaltung ist …

… die Zukunft! Davon bin ich überzeugt. Sie ist ein Werkzeug zur Vereinfachung von Abläufen – und kein Selbstzweck. Sie muss den Menschen dienen, nicht umgekehrt.

Was ich mir vom Gesetzgeber wünschen würde:

Mehr Klarheit, weniger Komplexität und praxistaugliche Regelungen, die auch das Thema Digitalisierung mitdenken. Manchmal auch Mut zur „Lücke“.
Ein Satz, den ich nicht mehr hören kann: „Früher war alles besser.“

Was ich mir von der Wirtschaft/Unternehmen wünsche:

Partnerschaftlichen Dialog, Verständnis für Verwaltungsprozesse und gemeinsame Lösungen für regionale Entwicklung. Wir alle wollen lebenswerte Regionen – daran müssen wir gemeinsam arbeiten.

Ein kleines Modell-Segelboot und ein Miniatur-Roller mit der Aufschrift "Roma" sind auf einer Holzfläche ausgestellt, mit einer goldenen Sterntafel im Hintergrund.
Hingucker im Büro: ein Segelboot und eine Vespa als Ausdruck ihrer Freiheitsliebe und Reisesehnsucht

Mein größtes Ziel:

Beruflich möchte ich die Region gemeinsam mit Politik und Wirtschaft als die lebenswerte Region erhalten, die sie jetzt ist. Dazu braucht es kontinuierliche Weiterentwicklung (z.B. in der Infrastruktur). Privat geht es um Gesundheit und Zeit mit meiner Familie.

Die Zukunftsfrage Nummer eins für die Gesellschaft:

Wie soll eine Balance zwischen rasantem Wandel und sozialem Zusammenhalt gewährleistet werden?

Meine wichtigsten Werte:

authentisch, ehrlich, zielstrebig

Soziale Netzwerke:

Kann man, muss man aber nicht.

Entspannung in der Freizeit finde ich …

… im Grünen.

Lieblingsbuch:

„Der Barmann des Ritz“, Philippe Collin

Lieblingsmusik:

Peter Cornelius

Sehnsuchtsort:

immer im Süden

Fotos: Oliver Wolf

Banner mit dem Text "trinkvergnügen" und "Über 450 Weine & Champagner einfach online bestellen." Rechts zeigt ein Foto zwei Gläser Rotwein auf einem Holztisch im Freien bei Sonnenuntergang.
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