Eine Frau in einem gelben Blazer steht selbstbewusst an ihrem Schreibtisch, an dem Bücher, ein Computer und Pflanzen stehen; an den weißen Wänden hängt Kunst.
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„Ein Umdenken ist unumgänglich“

Starke Verwaltung, starker Standort: In unserer Serie holt „SPIRIT of Styria“ Repräsentant:innen der Verwaltung in Stadt und Land vor den Vorhang und gibt Einblick in den Spirit der steirischen Verwaltung. Diesmal: Andrea Keimel, Leiterin der Abteilung für Wirtschafts- und
Tourismusentwicklung Graz

Die wichtigste(n) Aufgabe(n) der Abteilung:
Unsere Abteilung arbeitet an der Schnittstelle zwischen Unternehmertum und Verwaltung und ist Service- sowie Anlaufstelle für Grazer Unternehmen. Mit Förderprogrammen, Impulsen und Projekten unterstützen wir die Ziele der Wirtschaftsstrategie 2030, um den Standort zukunftsfit zu machen und Unternehmen bestmöglich zu begleiten. Wir sind gerade dabei, ein Referat für Citymanagement neu aufzubauen und wickeln den städtischen Finanzierungsanteil für den Grazer Advent, den „GrazGutschein“ sowie für die Graz Tourismus und Stadtmarketing GmbH ab.

Meine zentrale Aufgabe als Abteilungsleiterin:
Die wichtigste Aufgabe ist es für mich, Ergebnisse für die Wirtschaft durch die Menschen in unserer Abteilung zu ermöglichen – unser Team zu befähigen, Eigenverantwortung zu fördern und gemeinsam auf neue Herausforderungen schnell zu reagieren. Die Rolle der kommunalen Wirtschaftsförderung verändert sich stark und wir wollen die Grazer Wirtschaft aktiv in diesen Transformationsprozessen begleiten – dafür braucht es viel Kommunikation und Dialog im Team, mit Politik und Stakeholdern.

Was mir an meinem Job besonders gefällt:
Die Vielfalt – von der Industrie bis zur Landwirtschaft – und die Möglichkeit, mit meinem Team zur Entwicklung von Graz als Wirtschafts-, Lebens- und Arbeitsstandort beizutragen. Jede Branche bringt unterschiedliche Bedürfnisse mit – genau das macht diese Arbeit so bereichernd.

ZUR PERSON
Eine Frau in einem gelben Blazer steht selbstbewusst in einem modernen Büro neben einem Schreibtisch mit Büchern, einem Computer und Büromaterial.
Andrea Keimel, Leiterin der Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung in Graz

Andrea Keimel

  • Geboren 1964 in Fürstenfeld
  • Ausbildung: Gymnasium Fürstenfeld, KF Uni Graz, Jus-Studium
  • Werdegang: Gerichtsjahr, Zentral-sparkasse, ab 1989 Stadt Graz, Rechtsabteilung, 1993 bis 1998: Arbeit in einem politischen Büro, ab 1998 Leiterin der Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz

Wie viel Gestaltung darf Verwaltung?
Verwaltung kann im Rahmen der Gesetze durch Ermessensspielräume gestalten. Kunden- und unternehmensfreundliche Entscheidungen sind dabei wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Die aktuell größte Herausforderung:
Mit knapper werdenden Ressourcen an zentralen Standortthemen zu arbeiten – das erfordert neues Denken und enge Zusammenarbeit, intern wie extern.

Ist Vorschrift immer Vorschrift?
Ja, um Willkür zu verhindern. Innerhalb der vorgegebenen Grenzen braucht es jedoch Gestaltungsspielraum, gute Kommunikation und eine positive, lösungsorientierte Grundhaltung.

Von meinen Mitarbeiter:innen erwarte ich:
Eigenverantwortung, Loyalität und Verlässlichkeit

Digitalisierung in der Verwaltung ist …
… ein Muss! Oft weniger eine Frage der Technik als vielmehr von Standards, Prozessen, Strukturen und Zusammenarbeit. Ein grundlegendes Umdenken ist unumgänglich.

Was ich mir vom Gesetzgeber wünsche:
Mehr Tempo durch vereinfachte Verfahrensabläufe – schlanke Prozesse sind Voraussetzung für einen wettbewerbsfähigen Standort.

Ein Satz, den ich nicht mehr hören kann:
„Das haben wir schon immer so gemacht.“

Zwei gebäudeförmige Ornamente aus Metall und eine Schneekugel stehen auf einem Schreibtisch, im Hintergrund ist ein unscharfer Computermonitor zu sehen.
Hingucker im Büro: Design-Requisit in Form von Kunsthaus und Uhrturm

Was ich mir von der Wirtschaft wünsche:
Ein funktionierendes und langfristig ausgerichtetes Zusammenspiel von Wirtschaft, Gesellschaft und Standort – nicht kurzfristig gedacht, sondern mit Weitblick.

Mein größtes Ziel:
Bewusstsein für die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Wirtschafts- und Stadtentwicklung zu schaffen. Und für mich persönlich: Offen bleiben und nie aufhören zu lernen.

Die Zukunftsfrage Nummer eins:
Wie schaffen wir Innovation und Fortschritt, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren?

Meine wichtigsten Werte: Verantwortung, Wertschätzung und Begeisterung

Soziale Netzwerke: Wichtig in unserer Arbeit, dennoch bleibt der persönliche Austausch für mich zentral. Echte Verbindungen entstehen im direkten Gespräch.

Entspannung finde ich: Beim Spazierengehen, bei gutem Essen mit Freunden und beim Tanzen.

Lieblingsbuch: „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky

Lieblingsmusik: Derzeit Laura Pausini – ändert sich jedoch immer wieder.

Sehnsuchtsort: Küstenorte in Italien und Fürstenfeld

Fotos: Oliver Wolf

Banner mit dem Text "trinkvergnügen" und "Über 450 Weine & Champagner einfach online bestellen." Rechts zeigt ein Foto zwei Gläser Rotwein auf einem Holztisch im Freien bei Sonnenuntergang.
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