Drei Männer in Anzügen halten auf der Bühne einer Gesundheitsveranstaltung eine Rede, hinter ihnen ist auf einer Leinwand der Schriftzug „Männer. Gesundheit. Vorsorge.“ zu sehen.
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Longevity – Hype oder Hoffnung?

„SPIRIT of Styria“ und die Wiener Städtische Versicherung laden am 3. November zum zweiten Themenabend Männer.Gesundheit.Vorsorge ein. Experten reden dabei Tacheles: Was steckt hinter dem Trend Longevity, was ist belegt und wo liegen überzogene Versprechen? Ein informativer Abend für Männer, die lange gesund bleiben wollen.

Schwieriger als die Begriffsverständlichkeit selbst ist wohl die Aussprache: lon-dschew-ə-ti. Und es ist aktuell ein Riesenthema. Longevity, also Langlebigkeit, wird vor allem von Tech-Milliardären, Biohackern und einer wachsenden und mittlerweile milliardenschweren Industrie vorangetrieben – mit dem US-Amerikaner Bryan Johnson als radikalem Protagonisten, der mit seinem Projekt Blueprint bis 2039 biologische Unsterblichkeit anstrebt. Dann soll der Punkt erreicht sein, an dem sein Körper pro Jahr weniger als ein Jahr altert.

MÄNNER.GESUNDHEIT.VORSORGE

  • 3. November 2026
    Beginn: 17.30 Uhr
  • Veranstaltungssaal der Wiener Städtischen
    Versicherung
    Brockmanngasse 32, Graz

Longevity in aller Munde: Wem aber glauben, den Podcastern, Influencern – oder doch lieber der Wissenschaft? Beim zweiten Männer.Gesundheit.Vorsorge-Abend, veranstaltet von SPIRIT of Styria und der Wiener Städtischen Versicherung, steht genau diese Frage im Zentrum. Renommierte, in diesem Beitrag zitierte Experten klären auf, was wissenschaftlich belegt ist und wo es sich nur um einen Hype handelt. Dieser Abend steht im Fokus dessen, was Männer möglichst lange gesund, leistungsfähig und selbstbestimmt hält. Gesundheitsvorsorge ist statistisch gesehen mehr Frauen- als Männersache. Es ist belegt, dass Männer im Schnitt fünf Jahre früher sterben und deutlich seltener zur Vorsorge gehen. Wie ließen sich hier Anreize schaffen? Michael Witsch, Landesdirektor der Wiener Städtischen Steiermark, sagt: „Wer Männer stärker zur Vorsorge bewegen will, muss Hürden abbauen und konkrete Anreize schaffen: niederschwellige Gesundheitschecks, betriebliche Gesundheitsangebote und einen raschen Zugang zu medizinischen Leistungen. Private Gesundheitsvorsorge kann dabei sinnvoll ergänzen und Prävention zusätzlich fördern.“ Gesundheitsvorsorge ist freilich auch ein makroökonomisches Thema. Landesrat Karlheinz Kornhäusl, selbst Arzt, sagt: „Vorsorge liegt im Interesse jedes Einzelnen, aber auch im Interesse der Allgemeinheit.“ Unser Gesundheitssystem sei stark auf heilende Medizin fokussiert und zu wenig auf die Vorsorge und Prävention, betont er. „Als aus den Gebietskrankenkassen eine Gesundheitskasse wurde, hatte ich Hoffnung, dass sich in der ÖGK-Zentrale in Wien auch die Einstellung zur Vorsorge verbessert. Diese Hoffnung hat sich bis dato nicht erfüllt.“ Für ihn steht fest: „Besser einmal zu viel zur Vorsorge als einmal zu wenig, denn keine Vorsorge kann tödlich sein.“ Es geht schließlich um viel: Der Herausgeber des Magazins SPIRIT of Styria, Hannes Schreiner, bringt es auf den Punkt: „Gesundheit ist Männersache, Vorsorge auch. Erfolg, Familie, Karriere – alles braucht eines: deine Gesundheit.“

Ein Mann mit kurzem grauem Haar, der einen braunen Blazer und ein weißes Hemd trägt und im Freien in der Nähe von Glasgebäuden lächelt.

„Longevity bedeutet nicht, 200 Jahre alt zu werden, sondern die Lebenszeit möglichst gesund zu verbringen.“ Statistisch gesehen leiden viele Menschen während der letzten zehn bis 15 Jahre an einer oder mehreren chronischen Erkrankungen. Was Longevity nicht ist: ein Kampf gegen den Tod. Für Kamolz ist das Wissen um das eigene Ableben ein wichtiger Faktor, um dem Leben Struktur zu geben. „Ich glaube, dass der Mensch dieses Wissen, dass es irgendwann zu Ende sein wird, braucht, um alles ordnen zu können.“

Lars-Peter Kamolz
COREMED, Center for Regenerative Medicine and Precision Medicine, Joanneum Research

„Regelmäßige Bewegung, Muskeltraining und gesunder Schlaf sind schon einmal beste Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Männer sollten beispielsweise auf eine Zufuhr von Vitamin D, Omega 3, Magnesium sowie Eiweiß und Zink achten“, sagt Majeron. „Doch für mich steht Männergesundheit nicht unbedingt mit Selbstmedikation in Zusammenhang, sondern damit, Risikofaktoren nicht zu verdrängen, Alarmzeichen zu beachten und ernst zu nehmen.“

Gernot Majeron
Apotheker und Pharmazeut

Ein lächelnder Mann in einem dunklen Blazer, einem weißen Hemd und einer Brille steht vor einem schlichten weißen Hintergrund.
Ein lächelnder Mann mit kurzen braunen Haaren und Brille, der einen dunklen Blazer und ein helles Hemd trägt, vor einem unscharfen Hintergrund.

„Viele der altersbedingten Krankheiten könnten vermieden werden.“ Der Kardiologe führt ironisch aus: „Würden sich die Menschen mehr bewegen, nicht rauchen und auf auffällige Werte des Cholesterins und des Blutdrucks achten, wäre ich vermutlich unterbeschäftigt in meinem Beruf.“ Für ihn steht fest: Würde man nur diese Faktoren beachten, wäre ein Großteil der Erkrankungen im kardiovaskulären Bereich vermeidbar oder würde erst Jahre bis Jahrzehnte später auftreten.

Dirk von Lewinski
Facharzt für Innere Medizin

SPEAKER

Ein lächelnder Mann in einem dunkelblauen Anzug und einer blauen Krawatte sitzt vor einer Holzwand und blickt leicht nach rechts.
Karlheinz Kornhäusl

Gesundheitslandesrat

Ein lächelnder Mann in einem grauen Anzug und einer roten Krawatte mit Polka-Punkten steht neben einem Schreibtisch in einem modernen Büro, an dessen Wänden gerahmte Fotos hängen.
Michael Witsch

Landesdirektor Wiener Städtische Versicherung

Ein lächelnder Mann mit kurzen dunklen Haaren, der ein schwarzes Sakko und ein weißes Hemd trägt, posiert vor einem schlichten schwarzen Hintergrund.
Hannes Schreiner

Technopark Raaba; Herausgeber „SPIRIT of Styria“

Ein älterer Mann mit grauen Haaren und Brille, der einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine gemusterte Krawatte trägt, posiert vor einem schlichten, hellen Hintergrund.
Thomas Pieber

Endokrinologie und Diabetologie, Med Uni Graz

Ein Mann in einem Blazer und einer hellen Hose steht in einem Studio, hinter ihm leuchten helle Lampen und Scheinwerfer, und er posiert selbstbewusst mit einer Hand in der Hosentasche.
Mathias Pascottini

Moderator

Ein Mann mit kurzem grauem Haar, der einen braunen Blazer und ein weißes Hemd trägt und im Freien in der Nähe von Glasgebäuden lächelt.
Lars-Peter Kamolz

COREMED, Center for Regenerative Medicine and Precision Medicine, Joanneum Research

Ein lächelnder Mann in einem dunklen Blazer, einem weißen Hemd und einer Brille steht vor einem schlichten weißen Hintergrund.
Gernot Majeron

Apotheker und Pharmazeut

Ein lächelnder Mann mit kurzen braunen Haaren und Brille, der einen dunklen Blazer und ein helles Hemd trägt, vor einem unscharfen Hintergrund.
Dirk von Lewinski

Facharzt für Innere Medizin

Programm

  • Begrüßung und Gastgeber
    Michael Witsch
    Wiener Städtische Versicherung
    Hannes Schreiner
    Herausgeber SPIRIT of Styria
  • Impuls
    Karlheinz Kornhäusl
    Gesundheitslandesrat
  • Keynote
    Dirk von Lewinski
    Kardiologie, Med Uni Graz
  • Am Podium
    Lars-Peter Kamolz
    COREMED, Joanneum Research, Med Uni Graz
    Gernot Majeron
    Apotheker und Pharmazeut
    Thomas Pieber
    Endokrinologie und Diabetologie, Med Uni Graz
  • Moderation
    Mathias Pascottini
  • Interaktive Live-Umfragen, Gesundheitsstationen, Netzwerken & Flying Buffet

Fotos: Michaela Lorber, JOANNEUM RESEARCH/Bergman, JOANNEUM RESEARCH/Fiedler, Furgler, Oliver Wolf, beigestellt, Grafik: iStock

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