Eine im Freien stehende Hauskonstruktion aus bunten, durchscheinenden Paneelen und Kletterpflanzen mit einer Bank im Inneren, eingebettet in einen grasbewachsenen Park.
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Ein Spiel mit Licht und Glas

30 Einreichungen und ein strahlender Sieger: Voller Erfolg für den einzigartigen Skulpturenwettbewerb „Responsive Sculptures“ am Technopark in Raaba! Schreiner Capital lud Kunstschaffende aus ganz Europa ein, Kunst neu zu denken. Nun kürte eine hochkarätige Jury das Projekt „Ruine“ zum Gewinner. Ein sichtbares Zeichen für die weitere Entwicklung des Technopark zu einem offenen Ort, an dem Wirtschaft, Kunst und Begegnung zusammenfinden.

Es ist ein poetisches Spiel aus Licht und Glas, an dem Menschen am Technopark Raaba künftig teilhaben können. Die Skulptur „Ruine“ greift die Architektur der Umgebung auf – und schafft gleichzeitig einen neuen Ort. Einen Raum, an dem Wahrnehmung anders läuft – etwa durch die wechselnden Lichtstimmungen, die das Buntglas entstehen lässt. Ein analoger Rückzugsort der Reflexion und Interaktion. „Ruine“ ist das Siegerprojekt des Wettbewerbs „Responsive Sculptures“, zu dem Schreiner Capital am Technopark in Raaba aufrief. Der Wettbewerb ist Teil der langfristigen Standortentwicklung des Areals zum urbanen Quartier der Zukunft. Mit „Responsive Sculptures“ lud Schreiner Capital Kunstschaffende aus ganz Europa ein, Skulpturen für den Technopark zu entwickeln, die den Dialog zwischen Menschen, Räumen und Objekten neu definieren – und damit Grenzen zu überschreiten und Denkräume zu erobern. „Kunst gehört nicht in die Vitrine, sondern ins Leben“, stellt Hannes Schreiner, CEO und Eigentümer von Schreiner Capital sowie des Technopark, der den Wettbewerb initiierte, fest. Erklärtes Ziel: Die einzureichenden Werke sollen nicht nur betrachtet und bestaunt, sondern von Menschen von jung bis alt benutzt, erlebt und mit allen Sinnen erfahren werden können.

ZUM WETTBEWERB

Responsive Sculptures Technopark Skulpturen-Wettbewerb 2026

Der Wettbewerb von Schreiner Capital lud junge Künstlerinnen und Künstler bis 39 Jahre mit Wohnsitz in der EU ein, Skulpturen für den Technopark in Raaba zu entwickeln, die nicht nur betrachtet, sondern benutzt, erlebt und mit allen Sinnen erfahren werden.

Sieger-Projekt: „Ruine – Ein analoger Rückzugsort“ von Jakob Kolb und Nora Köhler

Kunst als Interaktion und Teil des Alltags

Das Projekt macht Kunst zum aktiven Bestandteil des Alltags – zwischen Arbeit und Freizeit, Funktion und Imagination. Nach und nach sollen Skulpturen auf dem Gelände des Technopark installiert werden und ihn zu einem offenen Ort der Interaktion machen – zu einem Ort, an dem Kunst nicht stillsteht, sondern in Bewegung bleibt. „So wird das Areal zu einem lebendigen Resonanzraum, in dem Gestaltung, Technologie und menschliche Erfahrung miteinander verschmelzen“, erklärt Eberhard Schrempf, Design- und Kultur-Doyen der Steiermark, der den Wettbewerb kuratierte. Bis Mitte April 2026 konnten Künstler, Architekten, Designer bis 39 Jahre sowie interdisziplinäre Teams (bis zu einem Altersdurchschnitt von 35) ihre Ideen und Konzepte in den Kategorien „Professionals“ und „Studierende“ einreichen. „Der bewusste Fokus auf die nächste Generation von Kunstschaffenden machte den Wettbewerb nicht nur einzigartig, sondern steht auch sinnbildlich für die Positionierung des Technopark als Ort nachhaltiger Zukunftsgestaltung“, erklärt Hannes Schreiner. Gesucht wurden explizit Skulpturen, die Interaktion zulassen und daher in puncto Materialität außenraumgeeignet, dauerhaft, sicher, ungiftig und wartungsarm sind. Weitere Eckpfeiler der Ausschreibung bildeten Ressourcenschonung, zirkuläre Materialkreisläufe und eine möglichst regionale, nachhaltige Produktion.

ZU DEN PERSONEN

Nora Köhler und Jakob Kolb haben schon mehrfach erfolgreich zusammen- gearbeitet.

Jakob Kolb
(geb. 1992) Interdisziplinärer bildender Künstler
und Musiker

Studium der Bildenden Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien und aktuell Studium der Contemporary Arts Practice an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). Seine künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Skulptur, immersiver Installation und Sound. Als Musiker komponiert er Soundtracks für Theaterproduktionen, Kurzfilme und Dokumentationen.

Nora Köhler
(geb. 1991 in Graz) Multidisziplinäre Theatermacherin und Performancekünstlerin

Studium der Performativen Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie Sprachwissenschaften und Global Studies an der Universität Graz. Sie ist Mitbegründerin des Performancekollektivs „Das Planetenparty Prinzip“, das für seine immersiven Theater-Games und formalen Wagnisse bekannt ist, sowie des Duos KRA. Ihr Fokus liegt auf pop-performativer politischer Praxis und der Entwicklung interaktiver Formate, die national und international gezeigt werden.

Wettbewerb mit internationaler Resonanz

Aus dem Call gingen 30 Einreichungen hervor. Eine zehnköpfige Fachjury aus namhaften Künstlern, Kunstexperten, Vertretern des Landes Steiermark, der Stadt Graz und Vertretern von Schreiner Capital/Technopark wählte schließlich vier Projekte für die Shortlist aus. Die Finalisten erhielten finanzielle Mittel in der Höhe von 1.000 Euro, um Modelle zu bauen und diese anschließend vor der Jury zu präsentieren. Zum Sieger wurde schließlich das Projekt „Ruine – Ein analoger Rückzugsort“ gewählt, das in kollaborativer Arbeit zwischen den regionalen, jungen Künstlern Nora Köhler und Jakob Kolb entstand. Während Kolbs Expertise in der Schaffung skulpturaler „Erinnerungsgefäße“ aus Stahl, Glas und Klang das physische Gerüst bildet, liefern Köhlers performative Erfahrung und ihr Fokus auf die Dekonstruktion sozialer Dynamiken und interaktive Formate einen inhaltlichen Rahmen, der zwischenmenschliche Dynamiken spielerisch herausfordert.

Eine im Freien stehende Hauskonstruktion aus bunten, durchscheinenden Paneelen und Kletterpflanzen mit einer Bank im Inneren, eingebettet in einen grasbewachsenen Park.
Demnächst am Technopark: das Gewinnerprojekt des Skulpturenwettbewerbs. Die bunten Glasflächen werfen je nach Sonnenstand wandernde Farbinseln auf den Boden.

Gemeinsam erschufen sie nicht nur eine Skulptur, sondern vielmehr eine soziale Plastik: „Als Treffpunkt fernab des Arbeitsalltags in den Bürogebäuden korrespondiert das Objekt formal zwar mit der Sprache des Technoparks – Stahl, Glas, klare Linien –, verschiebt ihn jedoch gleichzeitig in eine poetische, fantastische Dimension. Es geht vor allem um Wahrnehmungsverschiebung – nicht nur durch die Lichtstimmungen, die durch das Buntglas entstehen, sondern auch dadurch, dass man Zeit über die textlichen Impulse anders wahrnimmt“, erklärt Jakob Kolb. Nora Köhler ergänzt: „Eine Referenz für die interaktive Seite des Objekts war für mich die Skulptur ,Your rainbow panorama‘ des isländischen Künstlers Olafur Eliasson. Dabei handelt es sich um einen Tunnel mit verschiedenfarbigen Glaswänden, durch den man die Welt draußen plötzlich in ganz anderen Farben sieht. Auch bei ,Ruine‘ lassen Wettereinflüsse und Jahreszeiten neue Lichtimpulse entstehen. Dadurch wird eine niederschwellige Art der Interaktion mit Kunst geschaffen. Eingravierte Impulse wie ‚Flüstere eine Wahrheit‘ sollen Gedanken anstoßen.“ Eberhard Schrempf lobt die kontemplative Arbeit, „auf die man sich einlassen muss, weil sie einen bewussten Kontrapunkt zum Standort bildet. An einem Ort wie dem Technopark, der von wirtschaftlicher Dynamik, Technologie und Innovation geprägt ist, entsteht ein nahezu spiritueller Rückzugsort – ein Raum für Ruhe, Wahrnehmung und Entschleunigung.“

„Besonders gefreut hat uns die internationale Resonanz des Wett­bewerbs.“

Hannes Schreiner
Hannes Schreiner, CEO Schreiner Capital

Wirtschaft, Kunst und Begegnung an einem Ort

„Der Skulpturenwettbewerb ist der erste seiner Art und gleichzeitig der Auftakt für eine jährlich stattfindende Wettbewerbsreihe“, zieht Hannes Schreiner zufrieden Resümee. „Besonders gefreut hat uns die internationale Resonanz: Einreichungen aus mehreren europäischen Ländern zeigen, dass die Steiermark auch über ihre Grenzen hinaus als Kultur- und Kunststandort wahrgenommen wird“, so Schreiner. Seine Vision: „Wir müssen die Verbindung zwischen Mensch, Kunst und öffentlichem Raum weiter stärken und mehr Bewusstsein und einen aktiven Beitrag für Künstler schaffen. Genau deshalb werden wir dem Skulpturenwettbewerb auch künftig Raum und Budget geben. Gleichzeitig soll sich der Technopark Schritt für Schritt zu einem offenen Ort entwickeln, an dem Wirtschaft, Kunst und Begegnung zusammenfinden – und an dem sich Menschen von Montag bis Sonntag gerne aufhalten.“

Eine Gruppe von elf Erwachsenen unterschiedlicher Herkunft posierte vor einer weißen Wand für ein Foto.
Hochkarätige Jury (v.l.): Johann Baumgartner (Kulturreferent Steiermarkhof + Kulturbeirat), Thomas Jodl (Fachjuror, Facility Management), Margarethe Markovec (Künstlerische Leiterin ), Johann Schipfer (Fachjuror Sicherheit, Statik), Marleen Leitner (Künstler:in studio ASYNCHROME / Jury-Vorsitz), Georg Eisenberger (EISENBERGER Rechtsanwälte), Heidrun Primas (Kulturmanagerin), Hannes Schreiner (Technopark Raaba Holding), Andrea Krammer (Gemeinderätin, Gemeinde Raaba-Grambach), Peter Schreiner (Technopark Raaba Holding) sowie der Kurator des Wettbewerbs Eberhard Schrempf (Design- und Kulturmanager).

Fotos: Oliver Wolf, Tom Biela, Jakob Kolb, beigestellt

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