Vom Donut zum Krapfen: Wie steirische Gemeinden ihre Ortskerne wiederbeleben
Ortskernbelebung in der Steiermark:
Trofaiach, Feldbach und St. Gallen zeigen, wie Gemeinden mit Mut, Kreativität und Bürgerbeteiligung neue Lebendigkeit in ihre Zentren bringen. Bei der dritten Ortskern-Akademie der Abteilung 17 für Landes- und Regionalentwicklung des Landes Steiermark wurden erfolgreiche Projekte und Ideen vorgestellt, die anderen Gemeinden als Vorbild dienen können.
Gemeinsam für lebendige Ortszentren
Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 30 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, diskutierten in Trofaiach, wie alte Ortskerne durch gezielte Regionalentwicklung, Kooperation und Engagement wieder zu Zentren des Lebens werden können.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom betonte, dass Ortskerne „das Herz der Steiermark“ seien. Auch Landesrat Stefan Hermann hob die Bedeutung der Ortskernkoordination hervor, um Abwanderung zu verhindern und die Identität der Regionen zu stärken.
Ortskern-Koordinator Stefan Spindler: „Es gibt viele Werkzeuge“
Seit drei Jahren begleitet Stefan Spindler als Ortskern-Koordinator Gemeinden auf ihrem Weg zu starken Zentren. Über 100 Gemeinden wurden bereits unterstützt, 400 Veranstaltungen umgesetzt. Sein Ansatz: „Es gibt nicht die eine Lösung, aber eine Vielzahl an Werkzeugen.“
Erfolgreiche Beispiele aus der Steiermark
Trofaiach: Seit 2018 setzt die Stadt auf Bürgerbeteiligung, mehr Grünflächen, neue Plätze und einen eigenen „Kümmerer“, der sich um die Ortskern-Entwicklung kümmert.
Feldbach: Bürgermeister Josef Ober verfolgt mit Vizebürgermeisterin Sonja Skalnik das Konzept der „Stadt der 15 Minuten“. Kurze Wege, kindgerechte Stadtgestaltung und kulinarische Initiativen wie „Feldbach in kleinen Happen“ beleben das Zentrum nachhaltig.
St. Gallen: Die Gemeinde revitalisierte leerstehende Gebäude – das frühere Gericht wurde zum Marktgemeindeamt, die alte Bank zum Gesundheitszentrum. Ein naturnaher Parkplatz mit E-Tankstelle sorgt für gute Erreichbarkeit.
Kirche als Impulsgeber
Auch die Diözese Graz-Seckau beteiligt sich aktiv an der Ortskernbelebung – etwa durch die Umnutzung leerer Pfarrhöfe zu Kindergärten und Begegnungsräumen.
Fazit: Die Steiermark entdeckt ihr Herz neu
Von den Besten lernen, Ideen umsetzen, Irrtümer zulassen und Menschen aktiv mitnehmen – so gelingt Ortskernbelebung in der Steiermark.
(Fotos: Land Steiermark/Robert Binder – honorarfrei bei Quellenangabe)
Foto: bereitgestellt © Land Steiermark/ Kormann
