Mut steckt an
Unternehmerinnen und Unternehmer mit Leib und Seele: Bei der 6. Restart-up Night in der „manufaktur matauschek“ in Kapfenberg war man sich einig darin, mutigen Schrittes in die Zukunft zu gehen.
Wer sich regelmäßig neu erfindet, ist auch für herausfordernde Zeiten gewappnet: Moderator Hans Lercher, Department-Leiter für Innovationsmanagement an der FH CAMPUS 02, gab die Marschrichtung für die 6. Restart-up Night in der manufaktur matauschek in Kapfenberg vor. Auf Einladung des INNOLAB in Kooperation mit der WKO Steiermark hatten sich 111 zukunftsorientierte Unternehmerinnen und Unternehmer versammelt, um sich von Erfolgswegen anderer inspirieren zu lassen. „Wir jammern nicht, wir denken in Chancen“, plädierte Lercher für ein positives Mindset. Beispielhaft für den unternehmerischen Spirit stellten Gebäudetechniker Felix Scherübel, Gerhard Schloffer, Experte für Arbeitsschutzprodukte, und Speditionsunternehmer Johann Huber kurz ihre Unternehmen vor. „Seit 121 Jahren interessieren uns jene Menschen, die mit Mut Neues wagen und das Land voranbringen – und das wollen wir weiter fördern“, betonte Andreas Prückler von der Kleinen Zeitung.
„Bei der Restart-up Night treffen sich herausragende Unternehmerpersönlichkeiten, um ihre Erfahrungen zu teilen. Genau diese Persönlichkeiten wollen wir hochleben lassen – denn sie sind der Motor unserer steirischen Wirtschaft.“
„Die Restart-up Night zeigt, dass Innovation und Unternehmergeist Treiber für Wachstum und Erfolg sind. Wer bereit ist, neue Wege zu gehen, kann neue Märkte erschließen. Mit unserer Initiative Restart-up vom INNOLAB unterstützen wir dabei.“
Energiegeladen
„Wir sind dem Optimismus verpflichtet“, bekräftigte WKO Präsident Josef Herk, „Konjunktur beginnt im Kopf. Mit der geballten positiven Energie, die heute hier spürbar ist, werden wir als Region auch künftig ganz vorne mitspielen.“ Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse, motivierte dazu, die Energie des Abends mitzunehmen, um „die nächsten Schritte Richtung Wachstum vorzubereiten. Das brauchen wir dringend“. Die Speakerinnen und Speaker des Abends erzählten von mutigen Entscheidungen und Momenten, in denen aus Rückschlägen neue Ideen entstanden – ganz im Sinne des Abends, der Unternehmertum als Prozess des Lernens feierte. Franz Matauschek führt die Manufaktur für Aluminiumfenster und Wintergärten in Kapfenberg in vierter Generation. Was vor über 110 Jahren als Huf- und Wagenschmiede begann, hat sich zum Fachbetrieb für Maßanfertigungen entwickelt. Unter der Marke „mama“ werden Projekte wie jenes für die Gastro-Ikone „Schwarzes Kameel“ in Wien abgewickelt.
Lodenfenster
Die Aluminiumprofile der Fenster bestehen zu 90 Prozent aus recycelten Materialien. Mit dem Dämmstoff Bionium, auch als „Luftschokolade“ bezeichnet, wurde ein naturnaher Baustoff geschaffen. Mit Fenstern in Kupferoptik, Lodenbespannung und patentierten Dachflächenfenstern mit bis zu fünf Quadratmetern Größe werden Innovationen vorangetrieben. Das Unternehmen beschäftigt heute rund 50 Mitarbeitende. „Ich bin meiner Familie und meinem Team dankbar. Ohne die richtigen Menschen an meiner Seite gäbe es das alles nicht“, sagt Matauschek, der Autor einer Trilogie, siebenfacher steirischer Meister im Hammerwurf sowie der einzige Österreicher ist, der bisher die High-land Games in Schottland gewonnen hat. Speakerin Dina Lesjak gab Einblicke in das Steinbruch-Universum der Paltentaler Splitt- & Marmorwerke sowie das Unternehmen IPUS Mineral- und Umwelttechnologie, die sie beide leitet. Letzteres bereitet Naturminerale unter anderem zur Abwasserreinigung und Nutztierfütterung auf. Es wurde 1990 gegründet und beschäftigt sich seit Beginn intensiv mit Klimafragen und den ökologischen Potenzialen von Silikatgesteinen. Lesjak ist als Quereinsteigerin in die Geschäftsführung eingestiegen – in ein Business, das schon ihr Vater und ihr Großvater mit visionären Ideen geprägt haben. „Ich hatte keinen technischen Background und entwickelte daher meine eigene Art, die Unternehmen zu führen. Ich bemühe mich um klare Strukturen und eine offene, moderne Führungskultur.“ Als regionale Unternehmerin betont Lesjak vor allem auch die Verantwortung, die man für die Region trägt.
Kräutersaft für Pferde
„Wir hatten ein Problem – und dafür gab es keine gute Lösung am Markt“, erzählt wiederum Cornelia Seidl, die Ewalia 2016 gemeinsam mit ihrem Mann in St. Margarethen an der Raab gegründet hat. Mit dem Umbau eines Bauernhofs hatte sie sich den Traum vom eigenen Pferdehof erfüllt und war auf der Suche nach einer wirkungsvollen Behandlung für den Husten ihres Pferdes. Alles begann mit Kräuterrezepten aus alten Büchern und Wissen der Oma – so entstand die Marke. Für den europäischen, vor allem aber den österreichischen und deutschen Markt, stellt sie mit einem 27-köpfigen Team hochkonzentrierte Kräutersäfte für Pferde und Haustiere ohne Zucker her. Der Erfolg kam nicht sofort, „auf unserer ersten Messe in Berlin wurden wir noch belächelt“. Doch bald überzeugten die Produkte und der Grundstein für ein wachsendes Unternehmen war gelegt. Unternehmerinnen und Unternehmer sind dafür da, dass es der Region gut geht, waren sich alle einig. Sie brauchen aber auch Sichtbarkeit – die Restart-up Night war ein starkes Signal dafür.
ZUKUNFTSFITNESS BUCHEN
- Das INNOLAB an der FH CAMPUS 02 – powered by WKO Steiermark und Steiermärkische Sparkasse – bietet kostenlose Innovationsbegleitung für kleine, mittlere und landwirtschaftliche Betriebe aus der Steiermark.
- Wer neue Perspektiven sucht, sein Unternehmen weiterentwickeln und erfolgreich in die Zukunft führen will, ist hier richtig.
- Jetzt Kennenlerngespräch buchen: https://www.innolab.at/kostenloses-kennenlerngespraech/
Fotos: Oliver Wolf, Margit Kundigraber, www.kj-fotografie.com
