Eine Frau mit glattem blondem Haar, die einen roten Blazer und ein weißes Oberteil trägt, posiert vor einem dunkelgrauen Hintergrund.
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Teilhabe ist eine Investition in die Gesellschaft

Soziale Unternehmen erfüllen einen gesellschaftlichen Auftrag. Dennoch sind sie mit wachsenden Heraus­forderungen konfrontiert, wie der Blick auf sozialökonomische Betriebe und die Branche zeigt.

Arbeitslos zu sein, ist für jeden Menschen eine Belastung. Nicht nur aufgrund des finanziellen Drucks, sondern auch, weil soziale Kontakte, die man im Job täglich hat, fehlen. Gerade für Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitssuchende ist es nicht einfach, Anschluss im Berufsleben zu finden. Wir sehen, dass diese Personengruppen immer öfter von Arbeitslosigkeit betroffen sind und am regulären Jobmarkt weniger Chancen erhalten. Doch es liegt in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, für alle Menschen die Möglichkeit für berufliche Teilhabe zu schaffen. Die Beschäftigung in den sozialökonomischen Betrieben, wie sie die Chance B führt, ist ein erster Schritt zurück ins Arbeitsleben und bereitet auf den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt vor. Dadurch schließen die Betriebe eine bedeutende Lücke am Arbeitsmarkt – dennoch steigt der Druck auf diese zunehmend. Die befristeten Arbeitsplätze werden aus Mitteln der öffentlichen Hand finanziert. Die Fördergelder bleiben trotz steigender Personal- und Sachkosten gleich, wodurch es immer schwieriger wird, den Betrieb stabil zu führen und gleichzeitig die Ziele in der Begleitung der Menschen zu erreichen. Diskutiert wird häufig, ob sich dieses Modell rechnet. Dabei sollte sich der Fokus viel eher auf die Frage richten, wie die Begleitung der Menschen am besten zu gestalten ist, damit sie wieder in den ersten Arbeitsmarkt einsteigen können. Als Geschäftsführerin richte ich den strategischen Blick auf alle Bereiche der gemeinnützigen Firmengruppe, die Branche der Sozialwirtschaft und gesellschaftliche Entwicklungen. Wir erbringen soziale Dienstleistungen, damit Menschen, die Unterstützung brauchen, in der Region ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Zusätzlich schaffen wir durch unsere eigenen sozialwirtschaftlichen Gewerbebetriebe für Menschen mit Benachteiligung die Chance auf Beschäftigung und gleichzeitig können wir nachgefragte wirtschaftliche Dienstleistungen anbieten. In einem anspruchsvollen Umfeld und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es aus Managementsicht umso wichtiger, sich die gewachsenen Strukturen eines Unternehmens bewusst anzusehen und mit einer offenen Haltung in den Dialog zu gehen und sich mit Kooperationspartner:innen zu vernetzen. Nur wenn man den wandelnden Herausforderungen proaktiv begegnet, kann man ein Unternehmen verantwortungsvoll in die Zukunft lenken. Dahinter steht immer das große Ziel, dem wir aus gesellschaftlicher Perspektive verpflichtet sind: Teilhabe für benachteiligte Menschen in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.

Eine Frau mit glattem blondem Haar, die einen roten Blazer und ein weißes Oberteil trägt, posiert vor einem dunkelgrauen Hintergrund.
Sandra Walla-Trippl, Geschäftsführerin Chance B

Foto: © Chance B

Banner mit dem Text "trinkvergnügen" und "Über 450 Weine & Champagner einfach online bestellen." Rechts zeigt ein Foto zwei Gläser Rotwein auf einem Holztisch im Freien bei Sonnenuntergang.