Von KI bis Lodge
„Öffne deinen Horizont“ ist nicht nur das Credo für Weltweitwandern-Reisende, sondern auch für das veränderungsaffine Team rund um Geschäftsführer Benedikt Willingshofer und Gründer Christian Hlade. Bei der INNOLAB-Innovationsbegleitung standen Anwendungsfälle für KI und Pläne für eine Weltweitwandern-Lodge im Fokus.
Ob eine Nacht in Marokkos Wüste, das gemeinsame Kochen mit einer Familie in Ladakh oder ein Gespräch mit einer Schäferin auf einer Alm: Weltweitwandern setzt bei seinen Reisen weltweit auf nachhaltige Begegnungen mit Locals, einen schonenden Umgang mit der Natur und Wertschöpfung in den Betrieben vor Ort. Christian Hlade selbst wandert seit über 40 Jahren, das Unternehmen hat er vor 26 Jahren gegründet. Der Bau einer Schule in Ladakh wurde einst zum Startschuss für Weltweitwandern. Im Laufe der Jahre wurden bis zu 254 Wanderreisen in 90 Ländern zu einem Teil des Programms.
„Mit dem INNOLAB fungieren wir als wichtiger Impulsgeber für innovative Geschäftsideen in der Steiermark und stehen Unternehmen mit Rat und Tat bei ihrer Weiterentwicklung zur Seite.“
Unternehmens-DNA
Wanderreisen, die im Sinne eines ökologisch und sozial verträglichen Tourismus etwas bewegen wollen, setzen ein Unternehmen voraus, das selbst konsequent in Bewegung bleibt. „Der Mut zur Veränderung ist Teil der Firmen-DNA“, unterstreicht Benedikt Willingshofer, der seit zwei Jahren Geschäftsführer ist. Gemeinsam mit der INNOLAB-Leiterin Nadja Schönherr und der INNOLAB-Innovationsbegleiterin Angelika Riedl wurden entsprechend Fragestellungen vertieft, die Weltweitwandern in seinem Wachstumsprozess voranbringen sollen und können. „Dieser Blick von außen und das „Out of the box“-Denken ist extrem wertvoll“, bekräftigt Willingshofer. Das INNOLAB an der FH CAMPUS 02 bietet steirischen KMU hochprofessionelle Innovationsbegleitung an, die dank WKO Steiermark und Steiermärkischer Sparkasse gänzlich kostenlos in Anspruch genommen werden kann. „Wir leiten Innovationsprozesse an, definieren Suchfelder für innovative Weiterentwicklungen und lassen zunächst eine Vielfalt an Ideen zu, kanalisieren diese dann aber konsequent, damit die Unternehmen gezielt in eine konkrete Umsetzung kommen können“, unterstreicht Schönherr.
Möglich vs. sinnvoll
Um betriebsinterne Prozesse zu optimieren, wurden mit einem Teil des Teams potenzielle Anwendungsfelder für Künstliche Intelligenz analysiert. „Dabei muss die gesamte Wertschöpfungskette in Betracht gezogen werden“, betont Schönherr. „Wir haben viele Möglichkeiten gefunden, wo Daten Abläufe sinnvoll unterstützen und zu einer Effizienzsteigerung beitragen können. Das reicht von einer ersten Orientierung, welche Art von Reise für Kunden überhaupt in Frage kommen könnte über Buchungsprozesse bis hin zur Reisedokumenteverwaltung“, sagt Innovationsbegleiterin Riedl. Dabei wurde klar: Künstliche Intelligenz kann Prozesse in unterschiedlichen Bereichen vereinfachen – aber nicht jede technische Lösung ist automatisch sinnvoll. Es gilt abzustecken, wo der Mensch und wo die KI Besseres und Wertvolleres zu leisten vermag. „Persönliche Beratung ist und bleibt von zentraler Bedeutung – sie schafft Vertrauen und gibt Sicherheit. Digitale Tools sind eine hilfreiche Ergänzung“, macht Willingshofer deutlich. Zudem gilt es, die Voraussetzungen zu klären: In welchen Bereichen sind überhaupt ausreichend Daten vorhanden, welche müssen gegebenenfalls zugekauft werden, worin liegt der organisatorische Aufwand für Mitarbeiter, welche laufenden Updates sind zu bedenken und welche Entscheidungen unterstützen die strategischen Ziele. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang: Vertrauen schaffen – bei Kunden und im Team. Denn wenn Reisen Sicherheit versprechen sollen, muss auch die Technologie dahinter sicher und nachvollziehbar sein. „Das Team hat sich auf den Prozess eingelassen und Höchstleistungen erbracht“, freut sich Riedl über die Offenheit, das Engagement und die fundierte Denkarbeit der Mitwirkenden im Sinne eines bestmöglichen Outputs, „es wurden laufend neue Lösungen generiert und bewertet.“ Auch Willingshofer hebt das wertschätzende und respektvolle Miteinander im gemeinsamen Tun hervor.
„Die Steiermärkische Sparkasse unterstützt die Innovationsbegleitung aus voller Überzeugung. Wir leisten unseren Beitrag zu Weiterentwicklung und Weitblick im Unternehmertum und glauben an die Unternehmer in unserer Region. Wir sehen uns als Partnerin im Prozess des Neuerfindens.“
Projekt Gästeunterkunft
Intensiv nachgedacht wurde darüber hinaus über ein weiteres Zukunftsprojekt: die erste Weltweitwandern-Lodge für Gäste. Hierfür galt es, zu Beginn das exakte Anforderungsprofil abzustecken.Wo und unter welchen Bedingungen passt eine Unterkunft in die Wertewelt des Unternehmens? Welche Länder und Partner eignen sich besonders, um ein derartiges Projekt zu realisieren? Willingshofer: „Wir denken langfristig, wir wollen Arbeitsplätze sichern und eine regionale Weiterentwicklung ermöglichen. Da machen wir keine Kompromisse.“ Dieser Prozess dauert an, eine Umsetzung wird aber in den kommenden Jahren angestrebt.
ZUKUNFTSFITNESS BUCHEN
Das INNOLAB an der FH CAMPUS 02 – powered by WKO Steiermark und Steiermärkische Sparkasse – bietet kostenlose Innovationsbegleitung für kleine, mittlere und landwirtschaftliche Betriebe aus der Steiermark.
Wer neue Perspektiven sucht, sein Unternehmen weiterentwickeln und erfolgreich in die Zukunft führen will, ist hier richtig.
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Fotos: Oliver Wolf, Margit Kundigraber, www.kj-fotografie.com
