Zwei Personen stehen in einer Werkstatt oder einem Geschäft vor bunten Vinylrollen, halten Stoffbahnen in der Hand und lächeln in die Kamera.
Home / Success Story / Innovativ aus Tradition

Innovativ aus Tradition

Schilder-Profi Dunkler auf dem Weg in eine smartere, nachhaltigere Zukunft: Die Innovationsbegleitung durch das INNOLAB brachte für Geschäftsführerin Nadja Dunkler Impulse in den Bereichen KI und Nachhaltigkeit – und setzte konkrete Schritte in Gang.

Was vor 141 Jahren mit Kanzleirequisiten begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem Fokus auf Schilder, Stempel, Lichtwerbung und Digitaldruck weiter: Das Grazer Familienunternehmen Dunkler wurde 1885 von Patritz Dunkler als Handelsgesellschaft zur Belieferung von Ämtern und Behörden der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gegründet. Heute beschäftigt der Betrieb mit Standorten in Hart bei Graz, Graz und Wien rund 45 Mitarbeitende und wird bereits in fünfter Generation von den Geschwistern Nadja und Sebastian Dunkler geführt.

Ein Mann in einem marineblauen Anzug und mit Brille steht mit verschränkten Armen an einem Fenster und lächelt selbstbewusst.

„Die Steiermärkische Sparkasse unterstützt die Innovationsbegleitung aus voller Überzeugung. Wir leisten unseren Beitrag zu Weiterentwicklung und Weitblick im Unternehmertum und glauben an die Unternehmen in unserer Region. Wir sehen uns als Partnerin im Prozess des Neuerfindens.“

Oliver Kröpfl
Vorstandsmitglied Steiermärkische Sparkasse

„Man wächst in so ein Unternehmen hinein“, sagt die Geschäftsführerin, „wir haben als Kinder schon Aufkleber eingesackt. Später habe ich in allen Bereichen mitgearbeitet – vom Empfang über die Grafik bis in die Produktion. Das war sehr wertvoll.“ Um den Slogan „Innovativ aus Tradition“ mit neuen Impulsen aus der Außenperspektive aufzuladen, nahm Nadja Dunkler die Innovationsbegleitung durch das INNOLAB an der FH CAMPUS 02 in Anspruch. Steirische KMU profitieren dank WKO Steiermark und Steiermärkische Sparkasse von bis zu 5 kostenlosen Beratungstagen.

Schnell kristallisierten sich zwei Schwerpunkte heraus: Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. „KI entwickelt sich wahnsinnig schnell. Mir war klar: Wir müssen aufspringen – aber mit Maß und Ziel“, so Dunkler. Mit Nachhaltigkeit hatte man sich bisher nur punktuell beschäftigt – etwa durch den Einsatz von E-Autos und die Installierung einer Photovoltaikanlage. Gemeinsam mit Innovationsbegleiter Christian Gumpold vertiefte sie sich in konkrete Fragestellungen. „Es geht nicht darum, zahllose Projekte zu starten, nur weil es möglich ist“, betont er. Gemeinsam wurden spezifische Anwendungsfelder definiert – für den Einsatz von KI etwa zur Effizienzsteigerung von Abläufen in der Administration oder auch in der Grafik, wo KI bei Bildmontagen und Visualisierungen unterstützen kann.

Lächelnder älterer Mann mit grauem Haar und Brille, der einen blauen Anzug und ein weißes Hemd trägt, steht vor einem schlichten hellen Hintergrund.

„Mit dem INNOLAB fungieren wir als wichtiger Impulsgeber für innovative Geschäftsideen in der Steiermark und stehen Unternehmen mit Rat und Tat bei ihrer Weiterentwicklung zur Seite.“

Josef Herk
Unternehmer und Präsident der WKO Steiermark

KI-Roadmap

„Ganz wichtig ist mir dabei: Die KI soll niemanden ersetzen, sondern eine Stütze und Hilfestellung für unser Team sein“, so Dunkler. In diesem Zusammenhang hält es Gumpold für wesentlich, „transparent zu kommunizieren, welche Systeme es gibt, was die Spielregeln beim Einsatz von KI sind und welche Kompetenzen in den Abteilungen es dafür braucht.“ Die Hausaufgabe: Klare KI-Guidelines zu definieren. KI-Initiativen und eine klare KI-Roadmap sorgen für die nächsten zwei Jahre für Orientierung. Darüber hinaus war die Erweiterung der Produktpalette um nachhaltigere Materialien ein zentrales Ergebnis im Reflexions- und Weiterentwicklungsprozess. Zum Einsatz kommen bislang vor allem Aluminium in verschiedensten Eloxierungen, Plexiglas, Edelstahl und Folien, teilweise Glas. Nun setzt man ergänzend auch auf Holz, für diese Schilder konnte man bereits auf regionale Lieferanten zurückgreifen. Anfang des Jahres wurde zudem ein neuer Laser angeschafft, mit dem Holz besonders präzise bearbeitet werden kann – von der Beschriftung bis hin zu ausgefrästen Buchstaben. „Das kann speziell im alpinen Umfeld, etwa für Wegführungen, Wanderbeschilderungen, Hütten und Beherbergungsbetriebe interessant sein“, so Gumpold. Auch im Bereich Energie ging es voran: Über die Erweiterung der PV-Anlage hinaus wurden Ideen für nachhaltige Produkte generiert, etwa für beleuchtete Pylone oder Leuchtkästen mit integrierten Solarelementen.

Schilder as a Service

„Wir haben versucht, nach jedem Treffen konkrete Schritte zu initiieren“, unterstreicht der INNOLAB-Innovationsbegleiter. Genau das schätzt Dunkler: „Man bekommt Denkanstöße – aber auch einen Leitfaden, wie man Ideen umsetzen kann. Die Zusammenarbeit war fast so, als würde man mit einem alten Freund über die Zukunft der Firma sprechen.“ Diese liegt für Dunkler wie für Gumpold in einer Verbindung aus Bewährtem und Neuem mit nachhaltigeren Materialien, smarten Prozessen, vielleicht sogar „Schilder as a Service“ – als Wartungsmodell für langfristige Kundenbeziehungen. Und technologisch? „3D-Beschriftungen, neue visuelle Effekte – da tut sich viel. Wir wollen früh erkennen, was zu uns passt“, so Dunkler. Die Innovationsbegleitung hat dabei einiges in Gang gesetzt.

ZUKUNFTSFITNESS BUCHEN

Das INNOLAB an der bietet kostenlose Innovationsbegleitung für kleine, mittlere und landwirtschaftliche Betriebe aus der Steiermark.
Wer neue Perspektiven sucht, sein Unternehmen weiterentwickeln und erfolgreich in die Zukunft führen will, ist hier richtig.

Jetzt Kennenlerngespräch buchen:

Fotos: Oliver Wolf, Margit Kundigraber, www.kj-fotografie.com

Banner mit dem Text "trinkvergnügen" und "Über 450 Weine & Champagner einfach online bestellen." Rechts zeigt ein Foto zwei Gläser Rotwein auf einem Holztisch im Freien bei Sonnenuntergang.
weitere ARTIKEL