Die Apothekenwahl geht weiter
Die Wahl der Apothekerin bzw. des Apothekers des Jahres im Vorjahr schlug voll ein. Aufgrund dieses großen Erfolgs soll heuer der Fokus auf alle Menschen gerichtet werden, die sich hinter der Tara für pharmazeutische Belange und Gesundheit einsetzen. Warum das wichtig ist, verrät die Präsidentin der Apothekerkammer, Alexandra Fuchsbichler.
Gesundheitsvorsorge ist das Gebot der Zeit: Wir werden älter, aber nicht gesünder. Die Mitarbeitenden in den steirischen Apotheken stellen Tag für Tag umfassende Präventions-Angebote mit hoher Qualität bereit. Im Vorjahr konnten Kundinnen und Kunden für jene Pharmazeutinnen und Pharmazeuten abstimmen, die hier einen außergewöhnlichen Einsatz zeigen. 2026 werden alle Menschen hinter der Tara vor den Vorhang geholt. Voten Sie auch heuer mit!
Alexandra Fuchsbichler ist Präsidentin der steirischen Apothekerkammer. Mit der Aktion „Unsere Apothekenstars“ möchte sie allen Menschen hinter der Tara zu mehr Sichtbarkeit verhelfen.
Frau Präsidentin Fuchsbichler, warum haben Sie beschlossen, das Thema auszuweiten und alle Mitarbeitenden einer Apotheke miteinzubeziehen?
Weil eine Apotheke auch von jenen Menschen am Laufen gehalten wird, die man beim Betreten nicht sieht, die aber im Hintergrund fleißig arbeiten. Oder anders gesagt: Ohne Reinigungskraft und Backoffice-Mitarbeitende können die Menschen vorn an der Tara ihren Job nicht machen. Deswegen war es mir wichtig, das Team in den Fokus zu stellen – und damit verbunden die Lieblingsapotheke, die eben nicht nur aus Pharmazeuten besteht. Ein wichtiger Teil sind die PKA, die in den steirischen Apotheken sehr gewissenhaft ausgebildet werden. Die Besten davon werden jährlich im Lehrlingswettbewerb ausgezeichnet. Der Bundeslehrlingswettbewerb findet heuer in Graz statt.
Bei der Wahl im Vorjahr hat sich ein Schlagwort herauskristallisiert: Vertrauen. Was macht eine Apotheke zur vertrauenswürdigen Institution?
Ich denke, es ist die Kombination aus leicht erreichbar und im wahrsten Sinne des Wortes barrierefrei, die viel Nähe zu den Kunden schafft. In einer Apotheke sind Zeit und Möglichkeit vorhanden, sich auf die Menschen einzulassen. Zuhören ist eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme, finde ich, und die Kunden nehmen das gern in Anspruch. In unserem Beruf muss man Menschen mögen, gerade das finde ich so schön: dass es menschelt.
Im Vorjahr wurde Christina Berger aus Liezen zur Apothekerin des Jahres gekürt. Ihre Lebensprämisse lautet, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Dieser Einsatz wurde von ihren Kundinnen und Kunden belohnt.
Aktuell ist wieder die Rede davon, dass medizinische Leistungen gekürzt werden sollen. Welche Rolle wird unter dieser Prämisse künftig die Apotheke spielen?
Auch wenn wir vielleicht auf den einen oder anderen medizinischen Service verzichten müssen, leben wir in Österreich auf einem sehr hohen Niveau, verglichen mit vielen anderen Ländern. Natürlich gibt man Gewohntes nicht gern auf, aber Spardruck ist nun einmal gegeben. Wir Apotheker wären durchaus bereit, mehr Dienstleistungen zu übernehmen, wir hätten auch die Möglichkeit dazu. Uns Standesvertreterinnen und -vertretern ist es wichtig zu betonen, dass wir mit unseren 215 Apotheken über ein umfassendes Pouvoir sowie ein flächendeckendes Netz verfügen, also fast überall und gut erreichbar sind. Das Rad muss also nicht neu erfunden werden. Man könnte besser nutzen, was schon da ist, gerade im Präventionsbereich ließe sich vieles effizienter gestalten: Die Informationen dazu könnten wir uns von der E-Card holen. Die haben die Idee, dort eine Art Präventionskonto zu etablieren. Dieses kann je nach Bedarf gefüllt werden und ist dann für uns leicht abrufbar und wir können alles dokumentieren.
Wie viel Luft nach oben ist in der Prävention?
Genug, vor allem bei Männern (lacht). Prävention ist ganz wesentlich, wir sparen dadurch hohe Folgekosten. Das ist hinlänglich bekannt. Prävention ist volkswirtschaftlich ein kostenminimierender Faktor. Der Zeitraum muss aber auch entsprechend langfristig gewählt werden.
Jetzt nominieren!
Über den Link gelangen Sie direkt zum Portal, wo Sie von April bis Mitte Juni Ihren Lieblingsmenschen aus der Apotheke Ihres Vertrauens nominieren können. Auf den Social-Media-Kanälen von Spirit of Styria werden jeden Monat drei dieser „Menschen hinter der Tara“ vorgestellt. Alle Nominierten werden in der Juli-/August-Magazinausgabe sowie online für die Wahl zum „Apothekenstar des Jahres“ präsentiert.
Ihre Stimme kann auch Ihnen Glück bringen:
Unter den Einreichungen wird ein Hotelaufenthalt im Ratscher Landhaus in Ehrenhausen für zwei Nächte und zwei Personen verlost, Halbpension und Wellness inklusive!
Fotos: Oliver Wolf, Bernhard Bergmann, beigestellt
