Zwei Personen stehen in einem modernen Autohaus mit Luxusfahrzeugen, darunter ein weißes Cabrio und eine graue Limousine, die im Hintergrund ausgestellt sind.
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Bodenständig mit Stern

Investieren in bewegten Zeiten: Elisabeth und Vater Josef Kröpfl vom Autohaus Kröpfl in Hartberg machen ihr Familienunternehmen mit einer Großinvestition fit für die nächste Generation. Damit leben sie vor, wie ein steirisches KMU seine Innovationskraft stärken kann, ohne seine regionalen Wurzeln aufzugeben. Im Cover-Interview mit „SPIRIT of Styria“ sprechen die beiden über die Zukunft des Autohandels, neue Vertriebsmodelle, bleibende Werte, die Frage des Hausverstands und warum für sie im Business „Nur das Beste“ zählt.

Ein Schauraum, der seinen Namen verdient. Denn zu schauen gibt es viel. Hochpolierte Oberflächen aus Edelstahl, Aluminium, Chrom und Glas – dazu eine massive Holzdecke über uns. Eine monumentale Glasscheibe gibt den Blick auf die Stadt Hartberg im Cinemascope-Format frei. Der neue Showroom des Autohaus Kröpfl an der Raimund-Obendrauf-Straße lässt keine Wünsche offen. Die Stars in der Manege sind freilich die Sterne: brandneue Modelle von Mercedes-Benz. Um ihnen ein hochwertiges Ambiente zu bieten, hat das Familienunternehmen kräftig investiert und den alteingesessenen Betrieb in einjähriger Umbauarbeit völlig umgekrempelt. „Wir haben ein bestehendes Gebäude abgetragen, um hier etwas komplett Neues zu errichten. Dort, wo einst unsere Büros waren, ist jetzt unsere Oldtimer-Werkstatt“, lächelt Elisabeth Kröpfl, die das Autohaus gemeinsam mit ihrem Vater, Unternehmensgründer Josef Kröpfl, führt. In der neuen Halle samt Bürogebäude stehen nunmehr nicht weniger als 860 m² im Untergeschoss und 360 m² im Obergeschoss zur Verfügung – ausreichend Platz für Verkauf, Annahme, Pkw-Werkstatt und Buchhaltung.

Eine Frau mit dunklem Haar und einer hellen Jacke steht lächelnd in einer modernen Küche mit dunklen Schränken und einer reflektierenden Aufkantung.

„Bei aller Digitalisierung im Business steht für uns immer noch der menschliche Kontakt an erster Stelle.“

 

Elisabeth Kröpfl
Autohaus Kröpfl

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben uns in der Phase des Umbaus super unterstützt. Während der gesamten Bauzeit lief der Geschäftsbetrieb parallel weiter – quasi eine Operation am offenen Herzen“, so Kröpfl, die die Eröffnung gemeinsam mit 1.300 Festgästen und Besuchern Ende September feierte.

„Ein Meilenstein, der weit in die Zukunft reicht“, freut sich auch Josef Kröpfl – soeben mit dem Handelsmerkur der Wirtschaftskammer für sein Lebenswerk ausgezeichnet – bei unserem großen Cover-Interview im neuen Schauraum. Von Hightech-Screens im Mercedes-Corporate Design umgeben, fällt unser Blick immer wieder auf die riesige Holzdecke. „Dafür haben wir gekämpft“, gesteht Elisabeth Kröpfl. „Wir wollten unbedingt eine wohnliche Atmosphäre schaffen – und einen heimischen Fußabdruck hinterlassen. Ich denke, der Brückenschlag aus digitaler Zukunft und regionalen Wurzeln ist gelungen.“

In Zeiten von Umbrüchen und Krisen investiert das Autohaus Kröpfl kräftig. Braucht es dafür Mut oder schon Verwegenheit?

Elisabeth Kröpfl:

Mut braucht es sicher. Aber ohne Mut könnte man ohnehin kein Unternehmen führen. Die Investitionsentscheidung ist wohlkalkuliert – und sie war auch notwendig, um das Autohaus in eine gute Zukunft zu führen. Denn entweder geht man mit der Zeit mit oder man (ver-)geht mit der Zeit.

Modernes Autohaus mit ausgestellten Luxusfahrzeugen, mit eleganter Beleuchtung, hohen Decken, großen Fenstern und Grünpflanzen im Vordergrund.
Hochwertiges Ambiente mit Panoramablick: der brandneue Schauraum vom Autohaus Kröpfl in Hartberg
Modernes Gebäude eines Mercedes-Benz-Händlers mit großen Fenstern, einem auffälligen Logo und geparkten Autos davor unter einem strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken.

Wie weit reicht die Investition in die Zukunft?

Elisabeth Kröpfl:

Der neue Showroom ist top-modern ausgestattet – und reicht sicherlich zehn Jahre in die Zukunft. Design und Ausstattung basieren auf Vorgaben des Showroom-Konzepts von Mercedes. Farben, Materialien, das Corporate Design, das ganze Infotainment mit den großen Screens – das ist alles vorgegeben. Aber dort, wo es Spielraum gab, haben wir ihn genutzt – siehe unsere imposante Holzdecke. Sie stammt von Holzbau Hirschböck, einem Betrieb unweit von hier. Für den Neubau konnten wir eine Vielzahl heimischer Lieferanten beauftragen – damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.

Heute ein Vorzeigebetrieb mit 40 Mitarbeitern, aber angefangen hat alles ganz klein …?

Josef Kröpfl:

Ja, begonnen hat alles in einer ehemaligen Postbusgarage, die ich 1987 angemietet habe. Ich war zuerst Landwirt, dann Versicherungsvertreter – durch das Versicherungsgeschäft hatte ich viel mit Autoanmeldungen zu tun. Die Leidenschaft für Autos war immer da – und diese habe ich dann zum Beruf gemacht. Bei den Autos galt schon immer die Devise: Nur das Beste! Daher meine Hingabe für Autos mit dem Stern. (lacht) 1988 haben wir den Mercedes-Vertrag bekommen. Es ist von Anfang an gut gelaufen – wir sind schrittweise gewachsen und immer größer geworden. Immer wieder sind Lagerflächen dazugekommen und Zu- und Umbauten nötig geworden. Dann haben wir auch noch ein Oldtimer-Museum gebaut und einen Autoplatz dazugekauft. Insgesamt sind es heute fast 2,5 Hektar. Das Ganze war ein bisschen ein Fleckerlteppich – daher war die jüngste Investition auch wichtig, um wieder eine Struktur hineinzubringen. Jetzt wirkt alles wie aus einem Guss.

Ein älterer Mann mit weißem Haar, der einen dunklen Blazer und ein Polohemd trägt, steht lächelnd in einer modernen Kücheneinrichtung.

„Wir hoffen, dass die jungen Leute in der Schule künftig nicht nur mit KI zu tun haben, sondern auch weiterhin praktische Dinge lernen, damit der gute alte Hausverstand erhalten bleibt.“

Josef Kröpfl
Seniorchef Autohaus Kröpfl

Woher kommen Ihre Kunden?

Josef Kröpfl:

Unsere Klientel reicht weit über die Region hinaus und kommt aus ganz Österreich. Wir haben Stammkunden aus Niederösterreich, Oberösterreich, Wien, aber auch aus den westlichen Bundesländern Salzburg, Tirol und Kärnten. Wir sind seit Langem auch als Oldtimer-Händler inklusive Werkstatt tätig, das sorgt zusätzlich für große Bekanntheit. Das Oldtimer-Geschäft betreiben wir schon seit 20 Jahren. Anfang Oktober haben wir den Mercedes-Benz-Classic-Partner-Vertrag bekommen – als eines von nur zwei Unternehmen in Österreich. Darauf sind wir stolz.

Elisabeth Kröpfl:

Mercedes baut gerade ein Netz aus Classic-Partnern neu auf. Dadurch haben wir direkten Zugang zu Ersatzteilen, aber auch zu Schulungsangeboten. Schließlich haben junge Kfz-Techniker im Zeitalter der Elektronik mit der Technik von früher nicht mehr viel zu tun. In unserer Oldtimer-Werkstatt arbeiten drei Mitarbeiter, die nur auf Oldtimer spezialisiert sind. Wir machen alles von Restauration bis Servicearbeiten. Die sind das ganze Jahr über voll ausgelastet. Der Bereich ist zwar nur ein Nischenmarkt, wird aber bei uns noch weiter wachsen.

Antriebssystem, Digitalisierung, Handel im Wandel – alles ist im Umbruch. In welchem Bereich ist die Veränderung derzeit am größten?

Elisabeth Kröpfl:

Wir sehen, dass sich die Technik der Fahrzeuge rasant weiterentwickelt – in den letzten vier, fünf Jahren sind große Sprünge passiert. Die Technologien entwickeln sich sehr dynamisch, vor allem rund um digitale Tools und KI – und ein Ende der Entwicklung ist kaum absehbar. Die Digitalisierung ist sicher der Megatrend. Daher ist wohl auch die größte Herausforderung für uns, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Mitarbeiter müssen ständig geschult und weitergebildet werden.

Josef Kröpfl:

Wir hoffen aber, dass die jungen Leute in der Schule künftig nicht nur mit KI zu tun haben, sondern auch weiterhin praktische Dinge lernen, damit der gute alte Hausverstand erhalten bleibt. Hier ist unser Bildungssystem sicher gefordert.

Zwei Frauen posieren und lächeln zusammen in einem Innenraum, auf einem altmodischen Dreirad sitzend, vor einem Display mit der Aufschrift CLASSIC FUTURE SUMMIT".
Elisabeth Kröpfl mit Jutta Benz, der Urenkelin des Automobilerfinders Carl Benz, bei einem Treffen im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart

E-Mobility, Hybrid oder doch ein Verbrenner-Comeback: Was ist für Sie das Antriebssystem der Zukunft?

Elisabeth Kröpfl:

Wir bieten die gesamte Palette an Antriebssystemen an und je nach Käufertyp wird auch alles nachgefragt. Der Kunde soll die Wahlfreiheit haben – ob vollelektrisch, hybrid oder Verbrenner. Bei Mercedes ist der Verbrenner noch in der Überzahl, stark nachgefragt werden aber auch Hybrid-Fahrzeuge – ein Diesel-Hybrid ist das Modell, das bei uns am meisten verkauft wird. Der reine E-Anteil liegt etwa bei 10 bis 15 %. Aber wenn wir weiter in die Zukunft schauen, gehen wir davon aus, dass Elektro zunehmen wird. Wie stark, traue ich mich nicht zu sagen, aber 100 Prozent werden wir so schnell nicht sehen. Außerdem gibt es auch andere Hersteller, die z.B. im Bereich Wasserstoff große Fortschritte erzielen – ich glaube, das wird sich erst die nächsten fünf Jahre entscheiden, in welche Richtung es gehen wird.

Alles im Wandel, aber was ist gleichgeblieben? Was gilt heute ungebrochen, das schon 1987 gültig war?

Josef Kröpfl:

Was sich über die Jahre nie verändert hat, sind die Werte, für die wir einstehen: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Handschlagqualität. Mir der Wahrheit fährt man immer noch am besten. Ehrliche Beratung auf Augenhöhe ist und bleibt das Fundament für unser Geschäft.

Elisabeth Kröpfl:

Wir versuchen einfach, immer menschlich zu bleiben. Je moderner und digitaler das Business wird, umso wichtiger wird das Zwischenmenschliche. Ob wir heute in der neuen hochmodernen Halle arbeiten – oder so wie früher – im alteingesessenen Bereich, wir bleiben immer die Gleichen. Wir reden mit den Leuten und wollen uns nicht hinter Bildschirmen verstecken. Unser hoher Anteil an Stammkundschaft ist kein Zufall – oft über Generationen hinweg. Es kommt nicht selten vor, dass die mittlerweile erwachsenen Kinder der Generation, die bereits bei meinem Papa gekauft haben, nun selbst Stammkunden sind. Die fahren oft hunderte Kilometer. Das ist die schönste Auszeichnung für uns.

Josef Kröpfl:

In der Stadt, vor allem in Wien, bist du oft nur eine Nummer. Wir nehmen uns Zeit und sind für unsere Kunden da. Bei uns zählen noch „altmodische“ Werte wie Höflichkeit und Wertschätzung.

Würden Sie sagen, wir erleben im Autohandel den größten Umbruch aller Zeiten?

Josef Kröpfl:

Schwer zu sagen, denn wir wissen ja nicht, was in zwei Jahren passiert. (lacht) Es hat sich immer alles geändert, mehr oder weniger – aber die Geschwindigkeit heute ist schon außergewöhnlich. Und es passiert so vieles gleichzeitig, man muss daher immer anpassungsfähig bleiben.

Eine Frau mit dunklem Haar und einer hellen Jacke steht lächelnd in einer modernen Küche mit dunklen Schränken und einer reflektierenden Aufkantung.

„Das Antriebssystem der Zukunft? Ich glaube, das wird sich erst die nächsten fünf Jahre endgültig entscheiden.“

Elisabeth Kröpfl
Autohaus Kröpfl

Digitalisierung verändert den Autohandel massiv. Welche digitalen Services sind heute bereits etabliert?

Elisabeth Kröpfl:

Vor allem die Online-Konfiguration auf dem Tablet ist längst Alltag. Die Möglichkeiten für den Verkauf sind dadurch vielfältiger und interaktiver geworden. Viele Kunden schicken uns schon vorab ihre Konfiguration mit der gewünschten Ausstattung – und wir schauen dann noch gemeinsam drüber. Die Möglichkeiten sind ja unendlich, dennoch ist nicht immer alles sinnvoll – daher ist ein Gespräch mit unseren Experten vor Ort hilfreich. Und die Kunden wollen ja mit einem Verkäufer reden und alles durchbesprechen.

Hat der kontaktlose Kaufabschluss Zukunft?

Elisabeth Kröpfl:

Man könnte theoretisch auch heute schon alles online machen – so wie bei Tesla. Aber die Hersteller merken bereits, dass der Direktvertrieb allein nicht funktioniert. Ich bin überzeugt, es wird auch weiterhin Autohäuser zur Präsentation, Erklärung und Vermittlung der Fahrzeuge brauchen. Im hochwertigen Segment, wie bei Mercedes, ganz besonders. Der Kunde will eine persönliche Betreuung und einen Austausch. Er will sein neues Auto auch persönlich abholen und hätte gerne einen persönlichen Ansprechpartner für Service und Werkstättentermine.

Wie stark verändert das Agentursystem den Vertrieb? Ging die Zentralisierung zulasten der unternehmerischen Freiheit im Autohandel?

Elisabeth Kröpfl:

Nein, für uns überwiegen die Vorteile des Systems, weil die Unterschiede zwischen einzelnen Händlern, die es vorher gab, nun aufgehoben sind. Jetzt kaufen alle direkt bei Mercedes-Benz Österreich ein. Früher boten die Händler in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Rabatte – das ist nun einheitlich und transparent geregelt. Die unternehmerische Freiheit sehe ich nicht eingeschränkt, im Gegenteil – wer sich mehr anstrengt, wird auch belohnt.

Josef Kröpfl:

Ohne Fleiß kein Preis. Das hat auch schon vor 40 Jahren gegolten. Man muss immer bei den Besten dabei sein.

Woran merken die Kunden, dass das Autohaus Kröpfl ein Familienunternehmen ist?

Elisabeth Kröpfl:

Ich denke, das spürt man, wenn man hereinkommt. Wir sind immer da und persönlich ansprechbar. Wir verstehen uns als Dienstleister und wollen präsent sein. Der Papa sagt ja immer: „Er hat jeden Tag Urlaub.“ Weil das Arbeiten hier für ihn nie Stress war, sondern Freude. Er ist heute noch so gut wie jeden Tag im Betrieb und unterstützt mich.

Autohaus Kröpfl

  • Gegründet 1987 von Josef Kröpfl
  • Im März 1988 Abschluss des ersten Vertriebs- und Werkstättenvertrags mit Mercedes-Benz.
  • Ehefrau Rosa Kröpfl unterstützte beim Aufbau des Unternehmens.
  • Elisabeth Kröpfl ist seit Anfang an im Unternehmen tätig, sie war der zweite Lehrling im Betrieb (Mechaniker-Lehre, heute Kfz-Technik).
  • Das Autohaus ist auch Mercedes-Benz Classic-Partner, als einer von nur zwei österreichischen Händlern im Oldtimer-Segment.
  • Betriebsfläche: rund 24.000 m²
  • Angebot: Neuwagen, Flottenfahrzeuge, Vans, Transporter, Junge Sterne, Gebrauchtwagen, Oldtimer sowie Kfz-Werkstattbetrieb
  • Rund 40 ausgebildete Lehrlinge seit Beginn, derzeit sind es fünf.
  • Neue Halle samt Bürogebäude: 860 m² im Untergeschoss, 360 m² im Obergeschoss. Darin finden Verkauf, Annahme, Pkw-Werkstatt und Buchhaltung Platz.
  • Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

www.kroepfl.at

Stichwort Fachkräftemangel: Wie geht es Ihnen mit dem Finden und Binden neuer Mitarbeiter?

Elisabeth Kröpfl:

Wir haben Gott sei Dank viel Stammpersonal, aber brauchen immer wieder gute neue Leute. Kfz-Technikerinnen und Techniker bilden wir selbst aus. Momentan suchen wir gerade jemanden für den Kundendienst und im Bereich Lagerleitung. Neue Leute müssen immer auch zum Team passen – das ist oft das Schwierige. Wir investieren viel in die Lehrlingsausbildung, seit der Gründung haben wir rund 40 Lehrlinge ausgebildet. Momentan machen fünf junge Leute bei uns eine Lehre – im Bereich Kfz-Technik und Spenglerei. Gefragt sind junge Leute, die fleißig sind, Hausverstand haben und mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten wollen. Das ist nicht einfach – da geht es momentan allen gleich.

Was ist das Erfolgsrezept vom Autohaus Kröpfl über die Jahrzehnte?

Josef Kröpfl:

Wie gesagt: Fleiß und Menschlichkeit. Dadurch gelang es uns, einen großen Bekanntheitsgrad zu erlangen, der weit über die Region hinausgeht. Man kennt uns in ganz Österreich.

Elisabeth Kröpfl:

Ein Erfolgsgeheimnis ist sicher die DNA meines Vaters. Das Auto war immer sein Leben. Und seine Frau Rosa, meine Mutter, hat ihn tatkräftig und mit enormem Einsatz beim Aufbau des Unternehmens unterstützt. Sonst wäre der Erfolg nicht möglich gewesen.

Zwei Personen stehen in einem modernen Autohaus mit Luxusfahrzeugen, darunter ein weißes Cabrio und eine graue Limousine, die im Hintergrund ausgestellt sind.
Elisabeth Kröpfl und Josef Kröpfl im neuen Schauraum in Hartberg. Links oben: das erste Mercedes-Benz Automobil aus dem Jahr 1886

Waren Sie immer für Mercedes tätig oder sind Sie einmal fremdgegangen?

Josef Kröpfl:

Meine Devise: Das Beste oder nix! Damit ist die Frage beantwortet. (lacht) Aber das ist tatsächlich unsere Lebensphilosophie. Nur die beste Qualität zählt. Aber wir wollen dabei immer bescheiden und bodenständig bleiben.

Elisabeth Kröpfl:

Ich sage immer: Mein Vater trägt den Stern eingebrannt. (lacht) Immer wenn eine Neuerung auf den Markt kommt, ist mein Papa der Erste, der sie haben muss.

Ihr Wunsch ans Christkind: Was wünschen Sie sich von der Wirtschaftspolitik?

Elisabeth Kröpfl:

Unsere Philosophie ist, dass wir nicht kritisieren wollen, sondern versuchen, aus jeder Situation das Beste zu machen. Die Zeiten sind nicht einfach, das ist Tatsache. Vieles können wir ohnehin nicht beeinflussen. Wir sind dankbar für das, was uns gelingt, und wünschen allen, die sich für den Standort einsetzen, gutes Gelingen.

Abschließend „Frauen im Autohandel“. Hat die Geschlechterfrage in Ihrer Karriere je eine Rolle gespielt?

Elisabeth Kröpfl:

Nein. Ich war in der Berufsschule schon das einzige Mädchen und bin da hineingewachsen. Aufgefallen bin ich zwar schon in einer reinen Burschenrunde, aber es war nie unangenehm. Ich hatte nie ein Problem in der Männerwelt – weder in der Arbeit noch bei Schulungen oder bei der Meisterprüfung, das war nie ein Thema. Es hat Arbeiten gegeben, wo man sich als Frau leichter tut, und andere, die für einen Mann ein bisschen leichter waren. Wichtig ist, dass man sich gegenseitig unterstützt und respektiert – die Leistung zählt, nicht das Geschlecht.

Fotos: Oliver Wolf, Autohaus Kröpfl, Lukas Janz, Eddy Adrian, Mercedes-Benz

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