Wasser für morgen: Steiermark sichert die Trinkwasserversorgung im Süden
33 Kilometer Leitung, 43 Millionen Euro Investitionsvolumen und ein gemeinsames Ziel: Die neue Transportleitung Steiermark Süd soll die Ressource Wasser langfristig sichern – für Bevölkerung, Landwirtschaft und Wirtschaft.
Man dreht den Wasserhahn auf – und sauberes Trinkwasser fließt. Was selbstverständlich wirkt, braucht langfristige Planung, hohe Investitionen und Menschen, die über Gemeinde- und Regionsgrenzen hinausdenken.
Mit der Gründung des Wasserverbandes Transportleitung Steiermark Süd wurde in Leibnitz der Startschuss für ein steirisches Jahrhundertprojekt gegeben. Die geplante Leitung führt von Feldkirchen bei Graz über Wildon bis Landscha bei Leibnitz. Sie wird rund 33 Kilometer lang sein und kann bis zu 300 Liter Wasser pro Sekunde transportieren. In Kehlsdorf entsteht zudem ein Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Kubikmetern.
Versorgungssicherheit ist kein Zufall
Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom ist die neue Leitung ein wesentlicher Baustein des Wassernetzwerks Steiermark 2050:
„Dass in der Steiermark jederzeit sauberes Trinkwasser aus der Leitung kommt, ist das Ergebnis kluger Entscheidungen und langfristiger Investitionen.“
Die Leitung soll Wasser dorthin bringen, wo es aufgrund des Bevölkerungswachstums, zunehmender Trockenperioden oder regionaler Engpässe benötigt wird. Damit stärkt sie Lebensqualität, Versorgungssicherheit und Wirtschaftsstandort gleichermaßen.
43 Millionen Euro für die Zukunft
Das Investitionsvolumen beträgt rund 43 Millionen Euro, vorgesehen ist ein Fördervolumen von 65 Prozent. Landesrätin Simone Schmiedtbauer sieht darin eine notwendige Investition in die Widerstandsfähigkeit der Regionen:
„Dass diese Investition für starke und sichere Regionen unerlässlich ist, zeigt die zunehmende Trockenheit, insbesondere im Süden und Osten der Steiermark.“
Denn eine verlässliche Wasserversorgung ist längst mehr als reine Daseinsvorsorge. Sie ist Voraussetzung für wachsende Gemeinden, landwirtschaftliche Produktion, Betriebsansiedlungen und die Entwicklung des gesamten Wirtschaftsraums.
Vier Partner ziehen an einem Strang
Getragen wird das Projekt vom Wasserverband Umland Graz, der Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH, dem Wasserverband Leibnitzerfeld Süd und dem Wasserverband Wasserversorgung Vulkanland. Die gesamte Infrastruktur bleibt in öffentlicher Hand.
Zum Obmann des neuen Verbandes wurde Bürgermeister Josef Ober gewählt. Er verweist auf die Bedeutung der überregionalen Vernetzung:
„Was mit der IG-Plabutsch und der Transportleitung Oststeiermark als größere Infrastrukturprojekte begonnen hat, erreicht mit der Transportleitung West und der Transportleitung Steiermark Süd einen weiteren Meilenstein.“
Die Detailplanung wurde bereits beauftragt. Nach den behördlichen und wasserrechtlichen Genehmigungen soll der Bau beginnen. Die Inbetriebnahme ist für 2031 oder 2032 vorgesehen.
Was künftig unter der Erde verläuft, hält oberirdisch eine ganze Region am Laufen. Genau darin liegt die Bedeutung dieses Projekts: Wassersicherheit ist Standortpolitik.
© Fotocredit: Leibnitzerfeld WV GmbH
Informationen dazu: www.leibnitzerfeld.at
