Wie SPAR die Führungsfrage für 2028 klärt
SPAR Österreich regelt die Nachfolge an der Konzernspitze fast zwei Jahre vor dem tatsächlichen Wechsel: Markus Kaser wird ab 1. Jänner 2028 neuer Vorstandsvorsitzender. Mit Hans K. Reisch und Marcus Wild scheiden zwei Vertreter der Gründerfamilien aus dem Vorstand aus.
Man kann unter Druck reagieren. Oder mit Weitblick vorausplanen. Während der Handel in einem anspruchsvollen Marktumfeld gefordert ist, regelt Österreichs führender Lebensmittelhändler SPAR die Nachfolge an der Konzernspitze fast zwei Jahre vor dem eigentlichen Wechsel – und setzt dabei auf einen Manager, der das Unternehmen seit Jahrzehnten kennt.
Es ist eine Weichenstellung mit Signalwirkung: Mit dem amtierenden Vorstandsvorsitzenden Hans K. Reisch und Marcus Wild scheiden Ende 2027 zwei prägende Vertreter der Gründerfamilien nach Erreichen des in den SPAR-Statuten vorgesehenen Alterslimits von 65 Jahren aus dem operativen Vorstand aus.
In einer Branche, in der Entscheidungen häufig unter hohem Druck getroffen werden müssen, geht SPAR einen anderen Weg: Planbarkeit statt Überraschung.
Markus Kaser übernimmt das Steuer
Dass die Wahl des Aufsichtsrates auf Markus Kaser als künftigen Vorstandsvorsitzenden fiel, folgt einer klaren Linie. Der 54-jährige gebürtige Tiroler begann seine Laufbahn bei SPAR bereits 1998. Zunächst betreute er im Marketing unter anderem den damals neu geschaffenen Bereich Neue Medien und E-Commerce, 2003 wechselte er zu INTERSPAR, wo er ab 2005 in der Geschäftsführung tätig war.
Seit 2021 gehört Kaser dem SPAR-Vorstand an, seit 1. Jänner 2026 ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Mit 1. Jänner 2028 übernimmt er den Vorsitz der SPAR Holding AG und der SPAR Österreichische Warenhandels-AG. Künftig verantwortet er unter anderem Einkauf und Sortimentsmanagement, Marketing, Kommunikation, CSR, Revision und Unternehmensstrategie. Im Holding-Vorstand übernimmt er zudem die Verantwortung für Italien.
Die Entscheidung zeigt: SPAR setzt auf Erfahrung aus dem eigenen Haus statt auf einen Bruch von außen.
Das neue Führungsteam in Salzburg
Auch das neue, fünfköpfige Vorstandsteam folgt diesem Prinzip. Paul Klotz bleibt Mitglied des Führungsgremiums. Neu in den Vorstand kommen mit Tanja Wiesmann, Johannes Holzleitner und Gerhard Wandl drei langjährige Führungskräfte aus dem eigenen Konzern.
Das Fundament im Markt: Die Juristin Mag. Tanja Wiesmann übernimmt das sensible und mächtige Ressort für die Regionalzentralen (und damit auch für den wichtigen Standort Graz), den gesamten Filialvertrieb, IT und Nachhaltigkeit.
Die Großfläche und die Produktion: Der INTERSPAR-Macher Mag. Johannes Holzleitner steuert künftig die Großflächen, die Logistik sowie die wichtigen Eigenproduktionen wie TANN oder das Weingut Schloss Fels.
Die Zahlen-Architektur: Der langjährige Steuerchef Mag. Gerhard Wandl rückt als Finanzvorstand (CFO) nach, um die monetäre Stabilität des Milliardenkonzerns abzusichern.
Der Blick zurück: Wo die steirische DNA ins Spiel kommt
Auch wenn SPAR Österreich seinen Ursprung 1954 in Kufstein hat und die Konzernspitze heute in Salzburg angesiedelt ist, gehört die Steiermark wesentlich zur Geschichte des Unternehmens.
Einer jener Unternehmer, die den Aufbau von SPAR Österreich maßgeblich mitprägten, war der Grazer Großhändler Friedrich Poppmeier. Er war 1958 federführend an der Gründung der Handelsvereinigung SPAR Steiermark und südliches Burgenland beteiligt und bereitete in weiterer Folge den Weg zur Gründung der SPAR Österreichische Warenhandels-AG. Von 1970 bis 1998 gehörte er deren Vorstand an.
Die nun geregelte Vorstandsnachfolge zeigt damit auch, wie SPAR Führung versteht: langfristig, aus den eigenen Reihen und auf einem Fundament, das über Jahrzehnte auch von der Steiermark aus wesentlich mitgebaut wurde.
Quelle und weitere Informationen:
Die vollständige Presseinformation zur Vorstandsnachfolge bei SPAR finden Sie im Online-Pressecenter von SPAR Österreich.
