Siemens Mobility eröffnet 40-Millionen-Euro-Hub in Fürstenfeld
Mit dem neuen Fertigungs-, Service- und Logistikstandort stärkt Siemens Mobility die Bahnindustrie in der Steiermark. Der Hub in Fürstenfeld ergänzt das Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke und Pantographen in Graz-Eggenberg und schafft zusätzliche Kapazitäten für Produktion, Service und Logistik.
Bahnindustrie: Siemens Mobility investiert in Fürstenfeld
Siemens Mobility hat am 25. Juni 2026 den neuen Fertigungs-, Service- und Logistik-Hub in Fürstenfeld offiziell eröffnet. Das Unternehmen investierte dafür 40 Millionen Euro in den Standort. Am neuen Hub beschäftigt Siemens Mobility nun rund 150 Mitarbeitende.
Eröffnet wurde der Standort gemeinsam mit Bundesminister für Mobilität Peter Hanke, Landeshauptmann Mario Kunasek, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, Fürstenfelds Bürgermeister Franz Jost, Siemens Mobility Austria CEO Tanja Kienegger und Stefan Erlach, Head of Bogies und Pantos Graz.
Für die Oststeiermark ist die Eröffnung ein starkes Signal. Denn mit dem neuen Standort wird Fürstenfeld Teil einer industriellen Wertschöpfungskette, die weit über die Region hinausreicht. Gleichzeitig wird das Siemens-Mobility-Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke und Pantographen in Graz-Eggenberg strategisch ergänzt.
Was am neuen Siemens-Mobility-Standort entsteht
Der neue Hub in Fürstenfeld vereint Produktion, Service und Logistik unter einem Dach. Künftig erfolgen dort die Vormontage und Fertigung neuer Radsätze für Schienenfahrzeuge von Siemens Mobility. Zudem wird Fürstenfeld zum Fertigungskompetenzzentrum für Pantographen, also Stromabnehmer für Schienenfahrzeuge.
Auch Ladestromabnehmer für Elektrobusse werden am neuen Standort produziert. Darüber hinaus bündelt Siemens Mobility in Fürstenfeld das wachsende Servicegeschäft: Im Component Service Center werden Radsätze instandgehalten, gewartet und aufgearbeitet.
Damit wird der neue Standort nicht als isolierte Erweiterung geführt, sondern technologisch in die Produktionsprozesse des Grazer Weltkompetenzzentrums integriert. Die Verbindung zwischen Graz-Eggenberg und Fürstenfeld soll eine durchgängige und digitalisierte Produktionssteuerung ermöglichen.
Strategische Stärkung für Graz und die Oststeiermark
Tanja Kienegger, CEO Siemens Mobility Austria, bezeichnet Österreich in der Presseinformation als „Bahnland“ und betont die Bedeutung des Engagements in Fürstenfeld für das stark exportorientierte Weltkompetenzzentrum in Graz. Mit der Investition stelle Siemens Mobility „die Weichen für den Erfolg von morgen“.
Auch Stefan Erlach, Head of Bogies und Pantos Graz, sieht in der Eröffnung einen wichtigen Meilenstein für den Ausbau des globalen Fahrwerke- und Pantographengeschäfts. Der Standort Fürstenfeld schaffe zusätzliche Kapazitäten, um die steigende Nachfrage bei Radsätzen, Pantographen und im Komponentenservice gezielt zu bedienen.
Für die Steiermark bedeutet das: Mehr industrielle Breite, mehr regionale Wertschöpfung und eine stärkere Rolle im internationalen Bahntechnologiegeschäft. Fürstenfeld wird damit nicht nur Produktionsstandort, sondern Teil eines größeren Mobilitäts- und Industriestandortes Österreich.
Nachhaltigkeit als Teil des Standortkonzepts
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt Siemens Mobility am neuen Hub auf konkrete Maßnahmen. Der gesamte Werksverkehr zwischen Graz und Fürstenfeld wird laut Unternehmen mit einer vollständig elektrischen LKW-Flotte abgewickelt. Dazu kommen intelligente Gebäudetechnologie, der Anschluss an das Fernwärmenetz und der Bezug von 100 Prozent Ökostrom.
Ein besonderes Detail: Auf den Grünflächen des Standorts übernehmen Schafe eines lokalen Landwirts die natürliche Grünraumbewirtschaftung. Damit soll auch die Biodiversität am Standort gefördert werden.
Siemens Mobility in Österreich
Siemens Mobility Austria ist neben Fürstenfeld an den Standorten Wien-Siemensstraße, Wien-Leberstraße und Graz-Eggenberger Straße tätig. Insgesamt beschäftigt Siemens Mobility Austria mehr als 4.500 Mitarbeitende. Zum Verantwortungsbereich des Unternehmens gehören außerdem 17 weitere Länder in Zentral- und Osteuropa.
Mit dem neuen Hub in Fürstenfeld unterstreicht Siemens Mobility die wirtschaftliche Bedeutung Österreichs für die internationale Bahnindustrie. Für die Steiermark ist die Investition ein weiteres starkes Zeichen dafür, dass moderne Mobilität nicht nur auf der Schiene sichtbar wird, sondern auch in der industriellen Produktion dahinter.
SPIRIT gratuliert Siemens Mobility Austria CEO Tanja Kienegger, Stefan Erlach, Head of Bogies und Pantos Graz, sowie dem gesamten Team herzlich zur Eröffnung des neuen Standorts in Fürstenfeld.
Fotos beigestellt: Siemens Mobility Austria
