Steiermark macht das Trinkwassernetz krisenfest
Die Steiermärkische Landesregierung investiert bis 2050 rund 150 Millionen Euro in die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket wird das steirische Wassernetz modernisiert, ausgebaut und besser vernetzt – als Antwort auf die Herausforderungen durch den Klimawandel und das anhaltende Bevölkerungswachstum.
Ziel ist eine verlässliche, sichere und leistbare Versorgung in allen Regionen – auch in trockenen Sommern und unter veränderten klimatischen Bedingungen.
„Die Steiermark ist ein wasserreiches Land – und das soll auch flächendeckend so bleiben“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom. „Wir investieren gezielt in neue Speicher, leistungsfähige Leitungen und in den Ausbau des innersteirischen Wasserausgleichs, damit Wasser auch in Zukunft überall in der Steiermark verlässlich sprudelt.“
Trinkwasserbedarf steigt – besonders in Ballungsräumen
Schon jetzt sind 92 Prozent der steirischen Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen, jährlich fließen rund 78 Millionen Kubikmeter Wasser in steirische Haushalte. Doch mit dem wachsenden Bedarf – etwa in Graz und in der Südoststeiermark – steigen auch die Anforderungen. Zwei Drittel des Mehrverbrauchs gehen laut aktuellen Analysen auf das Konto des Bevölkerungswachstums.
Längere Trockenperioden, veränderte Niederschläge und Extremereignisse wie Starkregen oder Hochwasser fordern das Wassermanagement zusätzlich heraus.
Transportnetz wird massiv erweitert
Kernstück der Initiative ist der gezielte Ausbau des 700 Kilometer langen Transportleitungsnetzes, das künftig noch mehr Regionen effizient und sicher versorgen soll. Geplant sind neue Verbindungsleitungen, größere Speicherkapazitäten und ein konsequenter Ausbau des innersteirischen Wasserausgleichs zwischen wasserreichen und wasserärmeren Regionen.
Ein zentrales Infrastrukturprojekt ist der Bau einer rund 15 Kilometer langen Leitung vom Plabutsch in Richtung Deutschlandsberg, mit potenziellen Anschlüssen für Köflach, Voitsberg, Bärnbach und Söding-Lieboch. Der Ausbau erfolgt in neun Etappen bis 2038.
Erste Maßnahmen wurden bereits gestartet:
– 2,8 Millionen Euro fließen in den Bauabschnitt zwischen den Hochbehältern Dobl und Seiersberg.
– Im Großraum Graz entsteht eine neue Leitung zwischen Thondorf und Mariatrost, ergänzt durch neue Brunnen und Aufbereitungsanlagen – ein Projektvolumen von 7,4 Millionen Euro.
„Jeder Euro, den wir heute investieren, ist ein Beitrag zur Sicherheit unserer Regionen“, sagt Landesrätin Simone Schmiedtbauer. „Doch der Ausbau der Infrastruktur entbindet uns nicht von der Verantwortung, mit Wasser sorgsam umzugehen.“
Grundwasser neu kartieren
Flankierend wird mit einer umfassenden Erhebung der Grundwasservorkommen und Tiefenreserven gestartet. Das Land stellt hierfür 310.000 Euro bereit – eine wichtige Basis für künftige Planungen und für den nachhaltigen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource.
Detailinformationen über die geplante Erweiterung im Wassernetzwerk finden Sie hier: https://www.news.steiermark.at/cms/dokumente/12987961_29771102/c6576c2d/Abb40.S76-77.Erweiterung-Wassernetzwerk.pdf
