Home / News / WKO Steiermark: Neuer Vergabeleitfaden stärkt regionale Betriebe und Gemeinden

WKO Steiermark: Neuer Vergabeleitfaden stärkt regionale Betriebe und Gemeinden

Vier Personen stehen drinnen nebeneinander, lächeln und halten Dokumente mit blauen Einbänden in den Händen – „WKO-Barometer zeigt Stillstand in der Krise“.
Rechtsanwalt Martin Schiefer, WKO-Steiermark-Vizepräsident Dietmar Schweiggl, WKO-Steiermark-Vizepräsidentin Gabi Lechner und Martin Größbauer, Vizebürgermeister der Gemeinde Lang, präsentierten gemeinsam den neuen Vergabeleitfaden.

Mit einem neuen Vergabeleitfaden unterstützt die WKO Steiermark Gemeinden dabei, öffentliche Aufträge verstärkt an regionale Unternehmen zu vergeben. Hintergrund war das neue Bundesvergabegesetz 2026, das zahlreiche Erleichterungen für eine regionale und KMU-freundliche Vergabepraxis geschaffen hatte.

Gemeinsam mit dem Vergaberechtsexperten Martin Schiefer wurde der Leitfaden an die neue Rechtslage angepasst. Er zeigt praxisnah auf, wie Ausschreibungen regional, nachhaltig und KMU-orientiert gestaltet werden können – etwa durch eine sinnvolle Losaufteilung, realistische Eignungskriterien und qualitative Zuschlagskriterien.

Die Bedeutung regionaler Vergaben wurde durch Zahlen der KMU Forschung Austria unterstrichen: Jede regional vergebene Million Euro löst rund 230.000 Euro zusätzliche Kaufkraft vor Ort aus und sichert im Schnitt acht Arbeitsplätze. Gleichzeitig profitieren Gemeinden von zusätzlichen Abgaben und Steuereinnahmen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nachhaltigkeit. Der Leitfaden zeigte auf, wie Auftraggeber verstärkt Lebenszykluskosten, Umweltaspekte und soziale Kriterien in Vergabeverfahren berücksichtigen können. Damit rückt nicht mehr allein der billigste Anbieter in den Mittelpunkt, sondern langfristige Wirtschaftlichkeit, Qualität und Innovation.

Mit dem neuen Vergabeleitfaden setzt die WKO Steiermark damit einen wichtigen Impuls, um öffentliche Investitionen künftig noch stärker für regionale Wertschöpfung, nachhaltiges Wirtschaften und die langfristige Stärkung der Gemeinden zu nutzen.

Foto beigestellt: WKO Steiermark (Fotocredit: Fischer)